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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2014 | 02:35 Uhr

Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade feierte den 125. Geburtstag

vom

Hutzfeld | Mit einem Festkommers startete die Freiwillige Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade am Sonnabend in ihr Jubiläumsjahr zum 125. Geburtstag. Rund 170 geladene Geburtstagsgäste aus Wehren, Politik und Wirtschaft waren in die geschmückte Fritz-Latendorf Sporthalle gekommen. Bevor die ehemaligen Wehrführer Fritz Meyer und Heinrich Bonkowski sowie der stellvertretende Wehrführer Andreas Jakubenko aus der Festschrift lasen, wurden von acht Grußworten begleitet Geschenke verteilt. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Feuerwehr-Showgruppe Liensfeld-Kiekbusch, die mit ihrer Interpretation "Piraten wie wir" von Andrea Berg für Lachsalven sorgte.

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Mit einer Jubiläumsglocke und -urkunde des Landes Schleswig-Holstein und einem Präsent des Kreises Ostholstein überraschte der amtierende Landrat Burkhard Klinke Ortwehrführer Peter Reddig. Vor allem in einer Großflächengemeinde wie Bosau mit insgesamt acht Wehren sei die Feuerwehr eine Institution für das dörfliche Leben, betonte Klinke, der sich für den Erhalt der kleinen Wehren einsetzen will.

Bis zum heutigen Tag seien die Feuerwehrleute im Notfall bereit ihr Leben zu riskieren, sagte Bürgermeister Mario Schmidt und betonte: "Das ist eines der größten Versprechen, die man einer Gemeinschaft geben kann und jeder einzelne verdient unsere Hochachtung und unseren Dank."

Wie schon ihre Vorgänger in den vergangenen 125 Jahren setze sich eine hochmotivierte Mannschaft mit heute 44 Aktiven freiwillig und ehrenamtlich für ihre Nächsten ein, dankte Ralf Thomsen, stellvertretender Landesbrandmeister und Kreisbrandmeister, für das Engagement der Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade. Sie zähle zu einem flächendeckenden Netz des Landesfeuerwehrverbands, dem über 50 000 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in 1386 Freiwilligen Wehren, 418 Jugendwehren und vier Berufswehren angehörten. Ohne sie würde es im Ernstfall brenzlig werden. Feuer, Wasser, Sturm, Schnee und neue Techniken stellten die Blauröcke vor immer größere Aufgaben. Dafür werde jeder gebraucht, rief Thomsen für ein Engagement in der Feuerwehr auf.

Welten lägen zwischen der technischen Ausstattung von Ledereimer, Handdruckspritzenwagen und dem umfangreichen, hochtechnisierten Fahrzeug- und Gerätepark unserer Tage, erinnerte Gemeindewehrführer Andreas Riemke an die Feuerwehr-Entwicklung in Hutzfeld und Brackrade. "Die stetige Einsatzbereitschaft fordert nicht nur Idealismus, sondern auch Tatkraft und manches persönliches Opfer der Feuerwehrfrauen und -männer", gab Riemke zu bedenken.

Für Hutzfelds Dorfvorsteher Helmut Schröder ist "der ehrenamtliche Dienst einer Freiwilligen Feuerwehr ein sichtbarer Ausdruck eines gelebten Gemeinsinns". Die Feuerwehr sei nicht nur ein Stück Sicherheit, sondern auch ein Aktivposten gegen Vereinsamung und für die Gemeinschaft. "Alle technischen Erneuerungen nützten allerdings nichts, wenn es keine Menschen gibt, die sich betätigen", sagte Brackrades Dorfvorsteherin Birte Glatzer. Zudem sei ein Einzelner bei Einsätzen macht- und hilflos. Daher habe der Satz "Nur gemeinsam sind wir stark" seit der Wehrgründung seine Gültigkeit erhalten.

Mit einer plattdeutschen Rede und einem "Pott vull Wagenschmeer", die zu Gründungszeiten wichtig war, wartete Bosaus ehemaliger Pastor Jürgen Ehlers auf. Er ließ den Plöner Shanty-Chor "Windjammer", die für das musikalische Rahmenprogramm verantwortlich zeichneten, das Lied von "Herrn Pastor sein Koo" anstimmen.

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erstellt am 25.Feb.2013 | 03:59 Uhr

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