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Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 23:28 Uhr

Feste Querung nicht vor 2030

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gespräche mit Dänen macht weitere Zeitverschiebung deutlich

„Der Ball ist jetzt auf dänischer Seite. Jetzt liegt es an Femern A/S“ lautet die klare Botschaft des gestrigen Pressegespräches mit Bettina Hagedorn (MdB) und dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Martin Burkert (MdB). Beide waren nach zahlreichen Gesprächen mit Regierungsvertretern, dem zuständigen Unternehmen Femern A/S und der Reederei Scandlines in Kopenhagen gestern nach Eutin gekommen, um über die aktuelle Situation zur Festen Fehmarnbelt-Querung zu berichten.

„2019 wird das entscheidende Jahr sein, wenn die bestehenden Verträge mit den Firmen für den Bau neu verhandelt werden müssen“, sagen Burkert und Hagedorn, die für Ostholstein im Bundestag sitzt und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss ist. „Femern A/S muss jetzt solide arbeiten. Wir sind jetzt in einem Planänderungsverfahren, das es nicht geben müsste, wenn vorher ordentlich gearbeitet worden wäre“, so Hagedorn. „Man darf von einem Vorhabenträger erwarten, dass er sich binnen sechs Jahren im deutschen Planungsrecht auskennt“, so Hagedorn. „Doch mit einem Planfeststellungsbeschluss ist frühestens 2017 zu rechnen, denn die Zahl der Gegner und deren Einwendung ist mittlerweile auf mehr als 12  000 gestiegen“, sagt Hagedorn. Und Burkert fügt hinzu: „Zumindest die dänische Regierung widerspricht mittlerweile bei einer Fertigstellung 2028 nicht mehr. Wir halten 2030 für eher wahrscheinlich.“ Ob die Feste Querung nochmal gekippt wird? „Wir halten uns an bestehende Staatsverträge. 2019 wird entscheidend sein, wenn die Neuverhandlungen mit den Firmen eine Verteuerung zur Folge haben werden. Am Geld wird es bei den Dänen nicht liegen“, so Burkert. Da gehe es auch darum das Gesicht zu wahren und dem Druck aus Schweden. Seite 6


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erstellt am 04.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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