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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 02:12 Uhr

Eutiner Stürmer in Torlaune

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schleswig-Holstein-Liga: Eutin 08 untermauert Tabellenführung mit einem 5:1(4:1)-Erfolg gegen die TSG Concordia Schönkirchen

Danny Cornelius brannte auf seinen Einsatz, der linke Flügelspieler drehte beim 5:1(4:1)-Sieg der Sportvereinigung Eutin 08 in der Schleswig-Holstein-Liga gegen die TSG Concordia Schönkirchen zu Beginn der zweiten Halbzeit nach seiner Einwechslung für Dennis Voss mächtig auf. Sein Schuss von halblinks zischte haarscharf über den rechten Torgiebel (61.). Doch fünf Minuten später wich der Tatendrang blankem Entsetzen. Schiedsrichter Jannik Schneider aus Eggebek zeigte dem Eutiner nach Rücksprache mit seinem Assistenten Daniel Stegemeyer wegen Nachtretens die Rote Karte (66.).

„Ich laufe ihm in die Hacken, er fällt vor mir und ich treffe ihn auch mit dem nächsten Schritt, aber das ist kein Nachtreten“, beschrieb Cornelius die Situation. Schneider sah es anders und stellte den Eutiner vom Platz. „Ich glaube, man kann die Karte geben, aber es ist überhaupt unnötig, in dieser Situation beim Stand von 4:1 für Eutin so einzusteigen“, sagte TSG-Trainer Stefan Köpke auf Nachfrage.

Mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Mannschaft, vor allem in den ersten 45 Minuten, war Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner zufrieden: „Vom Toreschießen her war die erste Halbzeit heute sehr effektiv.“ Florian Ziehmer zwang Gästetorhüter Timo Okrent in der elften Minute zu einer Glanzparade, nur eine Minute später brachte Florian Stahl Eutin 08 in Führung. Er nahm einen Eckball von Rico Bork von der rechten Seite aus drei Metern direkt und schoss den Ball flach zum 1:0 in die Maschen. Die Gastgeber setzten nach, die Schönkirchener gerieten einige Male ins Schwimmen und hatten Glück, dass der Unparteiische in der 13. Minute ein weiteres Stahl-Tor wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht anerkannte, dieses Mal hatte Bork einen Freistoß auf Sönke Meyer serviert, den den Ball mit der Brust in die Mitte abtropfen ließ, den Stahl einschoss. Nur der Abseitspfiff verhinderte hier das 2:0. Das markierte Kevin Hübner, der von seiner starken Leistung aus der Vorwoche in Todesfelde beflügelt, auf der linken Seite wirbelte. Er erkannte nach einem Freistoß von Kevin Wölk die Lage blitzschnell, Torwart Timo Okrent ließ den Ball nach vorne bprallen, Hübner reagierte sofort und schoss den Ball aus spitzem Winkel ins Tor. Mit dem 3:0 (30.) belohnte sich Julian Brauer, der auf dem linken Flügel schoungslos die Abwehrschwächender Gästzeverteidigung auf der linken Seite aufzeigte. Auch hier war Hübner der Wegbereiter.

Die Eutiner Nummer 14, Florian Stahl, kommt immer besser auf Touren. Er genoss es, dass ihm Hübner von links und Julian Brauer von rechts die Bälle vorlegten. So fiel das 4:0 zwangsläufig, als Stahl eine flache Hereingabe von Kevin Hübner eiskalt verwandelte (44.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde der ausgezeichnete Eindruck getrübt, den der Spitzenreiter machte. Tom Langfeld spazierte durch die Eutiner Deckung, die dem Schönkirchener eine Art „Geleitschutz“, so Mecki Brunner, gewährte, und schoss am machtlosen Eutiner Torwart Lars Möller vorbei flach ins kurze Eck zum 1:4 ein (45 + 2.).

Auch nach der Pause bestimmte Eutin 08 das Geschehen, die Gäste ließen jetzt weniger zu. Trotzdem gab es Chancen, so parierte Okrent Kevin Hübners strammen 14-Meter-Schuss auf die rechte Ecke (50.), kratzte Arber Azemi den Ball von der Linie, als Rico Bork den Ball unter dem ihm entgegenstürzenden Okrent in Richtung Tor geschoben hatte (55.). Auf der anderen Seite klärte Lars Möller an der Strafraumgrenze per Kopf (58.). Nach dem Platzverweis gegen Cornelius setzte Kevin Wölk mit einem verwandelten Foulelfmeter für Eutin 08 den Schlusspunkt, nachdem Stahl festgehalten worden war (80.). Auf der anderen Seite bescherte Bruder Leichtfuß der TSG eine Möglichkeit doch Pascal Puls traf den Pfosten (89.).

„Wir haben es geschafft, in der zweiten Halbzeit aufmerksamer zu spielen“, sagte Stefan Köpke. Mecki Brunner meinte: „Wir haben das in der zweiten Halbzeit souverän zu Ende gespielt.“ Selbst zu zehnt habe seine Mannschaft das Spiel bestimmt.

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erstellt am 11.Sep.2016 | 21:32 Uhr

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