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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 07:55 Uhr

Eutiner Oper hadert mit Wetter und Zäunen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verkauf der Eintrittskarten blieb unter Erwartungen / Nächstes Jahr zwei Inszenierungen

Durchwachsenes Wetter mit viel Regen. Und Erschwernisse bei der Zugänglichkeit der Freilichtbühne durch die Zäune der Landesgartenschau. Beides erwähnt Sabine Kuhnert, Geschäftsführerin der Neuen Eutiner Festspiele, gestern in ihrem Resümee für die Spielzeit 2016. Das lautet: „Wir haben 2000 Karten weniger verkauft als geplant.“ Und das werde Auswirkungen auf den Spielplan 2017 haben, in dem es sicher keine drei Produktionen geben werde.

24  500 verkauft Karten waren angepeilt. Als Hauptgrund, warum dieses Ziel um 2000 Karten unterschritten worden sei, nennt Kuhnert eine „komplett verregnete Festspielsaison.“ Von 21 Aufführungen habe seien nur fünf Abende trocken geblieben. Kuhnert weiter: „Das zusätzliche große kulturelle Angebot an Veranstaltungen durch die LGS nahm zudem Einfluss auf den Kartenverkauf. Es ist auch zu vermuten, aber nicht messbar, dass Zuschauer durch das komplett umzäunte Gelände der LGS abgehalten wurden, in dieser Saison die Festspiele zu besuchen.“

Mit Blick auf die drei Inszenierungen stellt Kuhnert fest, dass sich Webers „Freischütz“ als Besuchermagnet erwiesen habe, der Verkauf der Karten sei „überdurchschnittlich“ gewesen. Die Erwartungen beim Kartenverkauf habe auch die Bizet-Oper „Carmen“ erfüllt.

Unerfüllt blieben die Hoffnungen, die sich mit der im Jahr 2015 sehr erfolgreichen Operette „Der Vogelhändler“ verbanden: „Die Wiederaufnahme war insbesondere den LGS-Besuchern gewidmet. Schwungvoll, fröhlich und mit bekannten Melodien sollte diese leichte Operette den Tag der Besucher auf dem Gelände abrunden. Das Interesse fiel jedoch geringer aus als erwartet.“

Während keine einzige Vorstellung wegen Regens abgesagt oder abgebrochen wurde, zogen die Festspiele bei der Operette die Reißleine: Die letzte Vorstellung wurde gestrichen. Das gleiche Schicksal erlitt eine „Movie-Night“: Unverhoffte Konkurrenz an der Küste ließ die Kartenkäufe regelrecht abreißen.

Wie geht es weiter? Der Spielplan stehe noch nicht fest, sagte Pressesprecherin Ulrike Horstmann dem OHA. Sicher sei, dass die Strauss-Operette „Die Fledermaus“ inszeniert werde. Die Entscheidung, welches weitere Werk aufgeführt werden solle, falle in Kürze.

Keine Angaben machte Sabine Kuhnert gestern zu den Finnazen: „Eine abschließende Betrachtung des Wirtschaftsjahres kann erst am 31. Dezember 2016 erfolgen.“ Seite 3

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erstellt am 17.Aug.2016 | 04:00 Uhr

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