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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:37 Uhr

Eutiner erzählen ihre Geschichten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Trotz Abitur-Stress: Gymnasiasten der Weber-Schule arbeiten an Hörstationen / An acht Stellen werden Erzählungen zu hören sein

Heute auf den Großen Eutiner See schauen und einer Zeit lauschen, in der der See zugefroren war und die Menschen herbeiströmten, um die Landung eines Flugzeugs mit eigenen Augen zu sehen. Dies ist nur eine von vielen Geschichte, die spätestens ab Ende Mai an einer von insgesamt acht solarbetriebenen Hörstationen im Seepark, an der Stadtbucht und im Schlossgarten zu hören sein werden.

Abiturienten der Weber-Schule führten zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und erfuhren ein Stück Eutiner Stadtgeschichte auf ganz persönliche Art und Weise. Diese Erinnerungen zu bewahren und für die Nachwelt aufzubereiten, sei nicht nur für die Schüler eine spannende Erfahrung gewesen, sondern auch aus historischer Sicht wertvoll, sagt Geschichtslehrer Frank Petzold. „Das sind Quellen, an die man sonst nicht heran kommt und neben den Hörstationen ist das ein enormer Beitrag für das Eutiner Stadtarchiv“, so Petzold.

Dass die Schüler den Bearbeitungsblock jetzt neben den Abiturprüfungen stemmen müssen, liegt an der späten Förderzusage der Aktiv-Region, die die Hörstationen mit 15  000 Euro unterstützt. Bedingung bei einer Förderung ist immer, dass das Projekt vorher noch nicht begonnen werden darf. Josephine von Hollen, Vertreterin der Aktiv-Region, erklärt: „Aufgrund neuer EU-Richtlinien für Fördermittel mussten wir unsere Formulare anpassen und das ganze System umstellen. Anträge bezüglich der LGS wurden mit sehr hoher Priorität bearbeitet, aber schneller ging es wirklich nicht.“

Gemeinsam mit dem selbstständigen Filmproduzenten und ehemaligen WDR- und NDR-Autor Andreas Beer erarbeiten die Schüler aus ihren mehrstündigen Interviews die spannendsten Geschichten, die später an den Stationen zu hören sein sollen. Auf einem Rundgang übers Gelände haben sie vorher in Absprache mit Bauamtsleiter Bernd Rubelt festgelegt, wo welche Station stehen soll und welche Blickrichtung der Betrachter haben muss. Die Fundamente für die Hörstationen werden in der nächsten Woche gegossen. Sie bleiben auch nach der Landesgartenschau stehen.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 04:39 Uhr

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