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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Eutiner Bundeswehr-Fahrschule hat einen neuen „Spieß“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Er ist 54 Jahre alt und muss nach 30 Jahren in den Ruhestand gehen: Volker Wonrath ist gestern im Rahmen eines Appelles und mit vielen Gästen von seiner Funktion als Kompaniefeldwebel des Kraftfahrausbildungszentrums Eutin entbunden worden. Seine Nachfolge tritt der 43-jährige Sönke Koch an. Der wird allerdings, wie Oberstleutnant Carsten Hellemann anmerkte, bis zum 61. Lebensjahr dienen müssen, da die Bundeswehr dazu übergangen sei, „gute Leute länger zu halten“.

Volker Wonrath gehörte zu den ersten Fahrlehrern des vor 22 Jahren gegründeten Kraftfahrausbildungszentrums, vor sieben Jahren wurde er Kompaniefeldwebel, umgangssprachlich Spieß genannt. Der Spitzname stamme von dem langen Degen der Feldwebel im alten Reichsheer, sagte Hellemann, stellvertretender Kommandeur für den Bereich Kraftfahrzeugausbildungszentren der Bundeswehr. Mit diesem Degen seien Soldaten früher gezüchtigt worden.

Seit langem sei der Spieß als „Mutter der Kompanie“ für Soldaten sowohl Ansprechpartner und Berater als auch Ermahner und Zurechtweiser, zitierte Hellemann aus einem Internet-Lexikon, und er setzte hinzu: „Der Chef muss nicht alles wissen, und er soll auch nicht alles wissen.“ Der Spieß erfülle die wichtige Rolle der Vertrauensperson. Volker Wonrath hat, wie Hellemann betonte, alle Aufgaben des Kompaniefeldwebels mit Bravour gemeistert, und die große Gästeschar bei dem Abschiedsappell zeige, dass er sich auch weit über die Dienststelle hinaus Anerkennung erworben habe.

Wonraths Bundeswehrlaufbahn begann am 1. Juli 1982 in Putlos, er war sieben Jahre später als Fahrlehrer nach Lütjenburg gegangen und 1994 nach Eutin, wo er 2010 Spieß wurde. Der verheiratete Vater von zwei Töchtern wohnt in Dazendorf bei Heiligenhafen und ist in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Seinem Nachfolger Sönke Koch, vor kurzem zum Stabsfeldwebel befördert, zog der Leiter des Ausbildungszentrums, Hauptmann Ralf Schlesiona, die sogenannte Spießkordel über die Schulter. Koch, der in Preetz lebt, war bei der Wartung von Marine-Tornados tätig, bevor er 2008 eine umfangreiche Ausbildung als Fahrlehrer und -prüfer aller Klassen machte. Als er 2010 nach Eutin kam, wurde er sofort stellvertretender Spieß.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 00:41 Uhr

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