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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 18:29 Uhr

Eutin: Zweijähriger lag tot in seinem Bett

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts

Ein zweieinhalbjähriges Kind ist in Eutin tot in seinem Bett gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft hegt nach einer Obduktion des Kindes den Verdacht eines möglichen Tötungsdeliktes. Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte streiten eine Tat jedoch energisch ab.

Wie der OHA aus gut informierten Kreisen erfuhr, fand die Mutter (33) ihren Sohn am Morgen des 14. April leblos in seinem Schlafsack im Kinderbett. Sie habe sofort den Rettungsdienst alarmiert. Der Notarzt habe den Tod des Kindes festgestellt.

Allerdings nahm auch die Kriminalpolizei in Eutin Ermittlungen auf. Die Beamten beantragten eine Obduktion des Kindes. Dabei sei festgestellt worden, dass das Kind in Folge einer Strangulation erstickt sei. Die Rechtsmedizin hält nach OHA-Informationen ein Unfallgeschehen zwar „für unwahrscheinlich“, kann es jedoch auch nicht ausschließen. Und weiter: Es bestehe der Verdacht eines möglichen Tötungsdeliktes, begangen durch die Mutter oder ihren ebenfalls in der Wohnung lebenden 37-jährigen Lebensgefährten.

Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte streiten indes eine ihnen vorgeworfene Tat energisch ab. So sei zunächst durch die Staatsanwaltschaft kein Antrag auf Haftbefehl gestellt worden, weil eben ein Unfall nicht ausgeschlossen werden könne. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen unterdes weiter. Dr. Ralf Anders, Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck, sprach gestern von einem laufenden Ermittlungsverfahren, das jetzt sorgfältig abgearbeitet werde. Es gebe einen Anfangsverdacht gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten.

In zwei Fällen sollen sich in jüngerer Vergangenheit Nachbarn beim zuständigen Jugendamt beschwert haben: Die Mutter soll sich falsch gegenüber ihrem eigenen Kind verhalten haben. „Das Jugendamt ist in beiden Fällen den Beschwerden der Nachbarn nachgegangen und hat die Familie gründlich, entsprechend der fachlichen Vorgaben, überprüft“, sagte Anja Sierks-Pfaff, Sprecherin des Kreises Ostholstein, gestern dem OHA. Dabei seien von den erfahrenen Mitarbeitern keine Gefährdungen festgestellt geworden. 

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erstellt am 21.Apr.2016 | 14:41 Uhr

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