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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 06:47 Uhr

„Eutin ist einfach eine tolle Stadt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Würdige Feier mit rund 400 Gästen und Weggefährten zur Übergabe des Eutiner Bürgermeisteramtes im Saal der Schlossterrassen

Der Tenor zum Abschied war bemerkenswert einhellig: Das Wirken von Klaus-Dieter Schulz als Bürgermeister der Stadt Eutin hat Spuren hinterlassen, die lange sichtbar bleiben werden. Er hat sich in den 14 Jahren seiner Amtszeit zielstrebig für die Stadt und ihre Einwohner eingesetzt und den biblischen Satz „Suchet der Stadt Bestes“ vorbildlich beherzigt.

In einer gut zweieinhalbstündigen Sondersitzung der Stadtvertretung im voll besetzten Saal der Schlossterrassen ist gestern Abend Klaus-Dieter Schulz offiziell als Bürgermeister verabschiedet worden. Bevor er seinem Nachfolger Carsten Behnk die Amtskette umhängte, zollten dem 66-Jährigen viele Weggefährten ihren Respekt und ihre Anerkennung.

Das Ergebnis von 14 Jahren Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Stadtvertretung könne sich sehen lassen, urteilte Bürgervorsteher Dieter Holst. „Eutin hat sich verändert. Es wurde vieles geschaffen und es ist Großartiges geschehen.“

Holst weiter: „Was hast Du Dir, was hast Du uns, was hast Du der Verwaltung und den Eutinern zugemutet? Aber es konnte nichts schaden, es ist uns gelungen, Eutin in Bewegung zu bringen.“

Landrat Reinhard Sager nannte Schulz den „Motor für eine erfolgreiche Entwicklung der Stadt“. Hans-Joachim Grote, Landesvorsitzender des Städtebundes, schilderte das umfangreiche Engagement von Klaus-Dieter Schulz in der Interessenvertretung des Städtebundes. Er habe alle seine Aufgaben „mit Brillanz und Bravour gemeistert“. In höchsten Tönen lobte Grote die Entscheidung der Stadt Eutin für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2016. Aus der Erfahrung als Oberbürgermeister von Norderstedt könne er die lang anhaltenden positiven Auswirkungen eines solchen Ereignisses bezeugen.

Klaus-Dieter Schulz habe seine Ziele „mit hohem Engagement und politischem Gewicht“ verfolgt, bescheinigte ihm Malentes Bürgermeister Michel Koch als Vorsitzender des ostholsteinischen Gemeindetages. Sein Handeln sei in tiefem Glauben begründet, stellte Propst Peter Barz fest, während Oberstleutnant Claus Slembeck im Namen von Bundeswehr und Polizei das persönliche Engagement Schulz’ für beide Organisationen hervor hob. „Für uns ist Tradition, an der Spitze des Fortschritts zu stehen, und Bürgermeister Schulz hat sich zu uns gesellt.“

Für die Personalvertretung stellte Julia Lunau dem scheidenden Chef beste Noten aus: Er sei ein guter Vorgesetzter und ein Teamspieler. Bei der Zusammenführung der Süseler und der Eutiner Verwaltung habe er mit allen gesprochen und eine große Akzeptanz für den Zusammenschluss erreicht. Zwischen den Reden gab es Musik: Zum Auftakt spielten Künstler der Festspiele Stücke von Händel über Carmen bis „Genesis“ nach einer Dankesrede von Intendantin Dominique Caron, die Schulz’ Einsatz für die Festspiele hervorhob. Das weitere Programm gestalteten Schüler und Dozenten der Kreismusikschule.

„Ich bin tief bewegt und betroffen“, sagte Schulz zum Beginn seiner Rede, bevor er Meilensteine seiner Amtszeit Revue passieren ließ und dabei auch seine Wahlkampf-Flugblätter aus den Jahren 2002 und 2008 als roten Faden nutzte. „Der Titel Bürgermeister hat mich nicht verändert, aber der besonderen Verantwortung dieses Amtes war ich mir immer bewusst.“ Gelernt habe er, wie riesengroß die Bedeutung des Ehrenamtes sei. Das gelte von den Aktiven der Feuerwehr über die Helfer bei der Flüchtlingsbetreuung bis hin zu dem ehrenamtlichen Engagement in der Kommunalpolitik: „Ich verneige mich vor Ihnen“ sagte Schulz in Richtung Stadtvertretung und sagte als Schlusswort: „Eutin ist einfach eine tolle Stadt. Es war eine tolle Zeit mit Ihnen. Vielen Dank.“

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erstellt am 20.Jul.2016 | 21:04 Uhr

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