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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 09:02 Uhr

Eutin 08 kassiert zwei Freistoßtore

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schleswig-Holstein-Liga: Spitzenreiter findet erst nach schwacher erster Halbzeit ins Spiel und verliert beim SV Todesfelde 1:2(0:1)

„Wir müssen sicher über eine schlechte erste Halbzeit reden, die wir hier heute gespielt haben“, sagte Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner nach der 1:2(0:1)-Niederlage beim SV Todesfelde. Die Todesfelder waren dem Spitzenreiter an Effektivität überlegen. Sie verwandelten zwei Freistöße von der Strafraumgrenze (29., 80.), während Eutin 08 mehrere Chancen vergab, so traf der eingewechselte Kevin Hübner nur den Innenpfosten (57.), ehe er den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich markierte (73.).

„Ich denke, dass wir mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten sind und dass wir gekämpft haben für die Außenseiterchance, die man immer hat“, sagte der Todesfelder Trainer Sascha Sievers nach dem Spiel. Er freute sich, dass sich sein Team nach den ersten schweren Saisonwochen belohnt habe: „Da fühlt sich so ein Sieg gegen einen Spitzenreiter, der bislang noch nicht verloren hatte, natürlich doppelt gut an.“

Nach einem Foul am Eutiner Strafraum verwandelte Emanuel Bento den Freistoß direkt, den er hart und flach ins rechte untere Eck schoss, die Torwartecke. Torhüter Lars Möller kam den Sekundenbruchteil zu spät, der über Tor oder Nicht-Tor entscheidet. Die Eutiner versuchten, Druck aufzubauen, brachten aber keine klare Linie ins Spiel, das von vielen Zweikämpfen, Fouls und Verletzungsunterbrechungen gekennzeichnet war. Die Gäste leisteten sich ungewohnt viele Ballverluste, arbeiteten sich auch keine klaren Chancen heraus.

Die Gäste kamen erst nach der Pause besser ins Spiel. Mecki Brunner brachte Kevin Hübner für Rico Bork, und der führte sich gleich mit einigen sehenswerten Aktionen ein, traf nach einem schönen Zuspiel den rechten Innenpfosten und war auch in der Folge kaum zu halten. Vor seinem Tor zum 1:1 vernaschte Hübner im Strafraum gleich drei Abwehrspieler und schoss den Ball dann unhaltbar in die Maschen. Die Eutiner atmeten gerade tief durch, übernahmen die Regie, trugen Angriff auf Angriff vor, doch die Todesfelder Abwehr blieb sattelfest, dahinter zeigte Torhüter Danny Schramm eine starke Leistung. Längst hatten die Gäste ihre Abwehr nahezu aufgelöst, allein der schnelle Christian Rave lieferte sich bei langen Bällen rasante Zweikämfe mit Torjäger Morten Liebert, die der Eutiner Innenverteidiger aber in der Regel souverän gewann.

Kapitän Sönke Meyer leitete nach einem missglückten Kopfballduell, bei dem er seinen Gegenspieler mit den Händen wegschob, die Entscheidung ein. Schiedsrichter Andre Röpke pfiff zu Recht Freistoß. Liebert lief an und zirkelte den Ball mit dem linken Fuß links um die Mauer herum ins linke Eck.

Die Eutiner setzten weiter alles auf eine Karte. „Es war beeindruckend, wie wir nach der Pause zurückgekommen sind“, meinte Mecki Brunner. Doch Florian Stahls Kopfball strich knapp am Tor vorbei (88.) und auch Kevin Wölk verfehlte das gegnerische Tor im Nachschuss nur knapp, nachdem er im ersten Versuch an der Todesfelder Abwehrmauer gescheitert war.
 In der Nachspielzeit handelte sich der Todesfelder Morten Liebert noch die Gelb-Rote Karte ein, als er Kevin Wölk an der Mittelinie erst foulte und dann im Fallen kurz festhielt, der Unparteiische zog sofort die Ampelkarte, Liebert echauffierte sich und war kaum zu beruhigen (90 + 2.). Die allerletzte Möglichkeit vergab Dennis Voss, der den Ball nach einer Faustabwehr von Schramm über den rechten Winkel zimmerte (90 + 4.).

„Ich denke die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir gut dabei sind“, sagte Brunner, der wegen der ersten 45 Minuten hörbar sauer war: „So darf man sich in einem Derby nicht präsentieren!“

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erstellt am 04.Sep.2016 | 22:20 Uhr

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