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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Erstes Gespräch wegen illegaler Motocross-Fahrten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im März hatten sich Anlieger der Malkwitzer Kiesgrube in der Gemeindevertretung über illegale Motocross-Fahrten auf dem Gelände beklagt. Bürgermeister Michael Koch kündigte damals an, Gespräche auch mit dem Eigentümer der stillgelegten Kiesgrube, Peter Stamer, zu führen. Im Umweltausschuss berichtete Koch nun über das Ergebnis einer ersten Unterredung, an der auch Sieversdorfs Dorfvorsteher Frank Osterkamp teilgenommen habe. „Wir sind uns einig, dass wir versuchen wollen, die unerlaubten Nutzungen in der Kiesgrube einzuschränken“, erklärte Koch.

Gleichzeitig räumte er aber ein, was allen bereits klar ist. Die unerlaubten Nutzungen zu unterbinden, sei schwierig. Das Gelände sei groß. Schlösser an den Toren würden immer wieder aufgebrochen. Koch wies jedoch auch darauf hin, dass ein Teil der Bevölkerung den Motocross gar nicht so kritisch sehe. Der Lärm sei gar nicht so schlimm, wenn man im Gegenzug die Freizeitbeschäftigung für Jugendliche sehe, laute der Tenor dieser Sichtweise.

Es seien weitere Gespräche in Abstimmung mit den Dorfvorständen geplant, sagte Koch. Am Ende werde man möglicherweise zu dem Ergebnis kommen, das Gelände städtebaulich zu überplanen. „Ich hoffe, dass wir zur nächsten Sitzung im September einen Schritt weiter sind.“ Dann wird Koch allerdings schon nicht mehr im Amt sein. Seine Amtszeit endet am 29. August.

Ein Zuhörer wies unterdessen darauf hin, dass mit den Motocross-Fahrten nicht nur eine Lärmproblematik für Dorfbewohner verbunden sei. Es werde auch massiv in die Natur eingegriffen. Sowohl Sandschwalben als auch der Fischadler, die zwischenzeitlich in der Kiesgrube gesichtet worden seien, hätten wieder das Weite gesucht.

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erstellt am 19.Mai.2016 | 16:25 Uhr

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