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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 15:33 Uhr

Erster Rücktritt nach Wechsel an der Spitze

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU-Landesgeschäftsführer Axel Bernstein stellt sein Amt zur Verfügung

Der neue starke Mann der schleswig-holsteinischen CDU geht entschlossen und kämpferisch an die bevorstehenden Aufgaben. „Mein Ziel ist es, Ministerpräsident in Schleswig-Holstein zu werden und die CDU in Regierungsverantwortung zu bringen“, sagte Daniel Günther gestern im Interview mit unserer Zeitung.

Schwache Umfragewerte seiner Partei schrecken den designierten Landeschef und Spitzenkandidaten der Nord-Union nicht. Es gehe jetzt darum, echte Begeisterung für die Politik der CDU zu entfachen. Es sei bisher nicht gelungen, eine Wechselstimmung zu erzeugen. „Es gibt zwar das Gefühl einer schwachen Regierung, aber eben nicht das Gefühl, dass es mit der CDU besser wird. Das werden wir ändern“, sagte Günther. Dafür braucht er allerdings einen neuen Landesgeschäftsführer. Axel Bernstein, der dieses Amt noch ausübt, kündigte gestern seinen Rücktritt an.

Der Eckernförder Günther gilt nach dem Rücktritt von Ingbert Liebing als Landeschef und Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen Christdemokraten als großer Hoffnungsträger der CDU. Er soll heute vom Landesvorstand offiziell als Parteichef vorgeschlagen werden. Der Vorsitzende wird beim Landesparteitag am 19. November gewählt. Noch offen ist der formelle Kür zum Spitzenkandidaten.

Bernstein erklärte, er werde den scheidenden Vorsitzenden Liebing in dessen verbleibender Amtszeit weiter unterstützen und den Übergang im Sinne der CDU mitgestalten. Er sei überzeugt, dass Fraktionschef Günther jetzt der richtige Spitzenkandidat für die CDU sei. Günther und Bernstein kennen sich seit zwei Jahrzehnten. Ihr Verhältnis ist aber in der Vergangenheit keineswegs spannungsfrei gewesen. Er werde Günther mit aller Kraft unterstützen und wolle sich künftig auf die Innenpolitik und seinen Wahlkreis Segeberg-Ost konzentrieren, so Bernstein. Günther nahm dessen Entscheidung „mit Respekt zur Kenntnis.“ Seite 15

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erstellt am 31.Okt.2016 | 18:14 Uhr

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