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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 19:21 Uhr

Erinnerungen an das Kriegsende 1945

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

1945: Krieg und Diktatur waren zu Ende, der Neuanfang war programmiert. Es kam nicht so, wie viele sehnlichst erhofft hatten. Beispielsweise Käthe Lübeck-Popall, die die Zeit von 1935 bis 1945 in den Frauenzuchthäusern Lübeck-Lauerhof und Jauer/Schlesien in Einzelhaft verbrachte. Im Mai 1945 kehrte sie, von schwerer Krankheit gezeichnet, nach Bremen zurück. Dort übernahm sie als erste Frau wichtige politische Ämter in dem seit Jahrhunderten ausnahmslos von Männern besetzten Senat der Hansestadt. Vierzig Jahre später stellte sie nach einem leidenschaftlichem Einsatz für die politische Neuordnung Deutschlands resignierend fest: „Das ist nicht das Deutschland, für das wir gekämpft haben“.

So lautet auch der Titel eines Vortrags, zu dem die Gedenkstätte Ahrensbök am kommenden Sonntag, den 4. September, um 15 Uhr einlädt. Aus Anlass des Antikriegstages wird Professor Dr. Jörg Wollenberg an das Kriegsende und an Vorstellungen erinnern, die nach 1945 die Köpfe und Herzen vieler Deutschen bewegten. Anhänger und Gegner des NS-Systems kommen ebenso (im O-Ton) zu Wort wie Vertreter des deutschen Exils und Repräsentanten der „inneren Emigration“. Interessierte sind zu diesem Vortrag eingeladen. Im Anschluss wird Wollenberg sich der Diskussion zum Thema stellen.

Die Gedenkstätte ist jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Sie kann nach Anmeldung auch an anderen Tagen besucht werden. Das Gebäude liegt an der Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf an der Bundesstraße 432. Die Einrichtung ist unter Telefon 04525/493060 oder per E-Mail (gedenkstaetteahrensboek@t-online.de) zu erreichen. Eintritt und Führungen sowie Teilnahme an Veranstaltungen sind kostenfrei. Spenden sind willkommen.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 11:57 Uhr

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