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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

Einstimmiges Votum für Gädechens

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU-Mitglieder schicken den 56-Jährigen Fehmaraner zum vierten Mal ins Rennen um ein Bundestagsmandat

Geschlossenheit und Einigkeit war der bestimmende Faktor bei der Wahl eines Kandidaten für die nächste Legislaturperiode des Bundestages bei einer Mitgliederversammlung der CDU im neu gestalteten „Haus der Begegnung“ in Lensahn. Die 105 wahlberechtigten Teilnehmer, die sich dort am vergangenen Sonnabend einfanden, hatten auch wenig Probleme bei der Auswahl: Als einziger Kandidat seiner Partei für den Bundestagswahlkreis 9 (Ostholstein und Nordstormarn) war der Fehmaraner Ingo Gädechens (56) angetreten.

Der frühere Berufssoldat ist seit 2003 CDU-Kreisvorsitzender in Ostholstein und schaffte 2009 im zweiten Anlauf den Sprung in den Bundestag, sitzt im Verteidigungs- sowie dem Tourismusausschuss. Offensichtlich zur vollen Zufriedenheit seiner Parteifreunde: Er wurde mit 103 Stimmen wiedergewählt. Lediglich zwei Unions-Mitglieder enthielten sich der Stimme. Damit wird Gädechens in einem Jahr zum vierten Mal für den Bundestag antreten.

Als einen Schwerpunkt seiner bisherigen wie zukünftigen Arbeit nannte er die Feste Fehmarnbeltquerung und positionierte sich eindeutig für die Einhaltung des Staatsvertrages. Kräftig teilte Gädechens vor allem in Richtung SPD aus. Den ostholsteinischen Sozialdemokraten warf er vor, Ängste zu schüren und damit auf Stimmenfang zu gehen. Ministerpräsident Torsten Albig bezichtigte er der Arroganz und Bürgerferne. „Küstennebelkoalition“ nannte er die derzeitige Regierung.

Die Politik von Angela Merkel nahm er hingegen in Schutz. „Was hätte die Bundeskanzlerin anderes sagen können als: ,Ja, wir nehmen die Herausforderungen an, und wir schaffen das!‘“, fragte Gädechens. Die Asylpakete 1 und 2 stellten sicher, dass nur Menschen, die echte Asylgründe geltend machen könnten, ein Bleiberecht erhielten. Die Länder – insbesondere Schleswig-Holstein – handelten aber bei Abschiebungen nicht entschlossen genug. Geplante Verbote von Hobbyfischerei und Kite-Surfen in bestimmten Regionen Schleswig-Holsteins betrachtet Gädechens als unsinnig und tourismusfeindlich. Dagegen werde er sich vehement einsetzen.

Ein wenig Spannung kam beim anschließenden CDU-Kreisparteitag auf, weil sich mit Finn Brüning und Alexander Schmuck zwei Kandidaten für die Wahl des stellvertretenden Kreisvorsitzenden bewarben. Dabei setzte sich der 29-jährige Schmuck aus Bad Schwartau deutlich mit 73 Stimmen gegen seinen 32-jährigen Kontrahenten durch, der auf 28 Stimmen kam.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 16:15 Uhr

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