zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 02:05 Uhr

Eutin : Einsatztrainingshalle für 8,2 Millionen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Qualitätssprung wartet in der Aus- und Fortbildung der Polizisten des Landes auf der Hubertushöhe.

Lange hat die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PD AFB) auf den Bau der Einsatztrainungshalle gewartet: Nach sieben Jahren Planung feierten gestern Behördenleiter Jürgen Funk, Innenminister Stefan Studt (SPD) und der neue GMSH-Chef Frank Eisoldt den ersten Spatenstich des rund 8,2 Millionen Euro teuren Gebäudes auf der Hubertushöhe.

„Was man übt, kann man gut, deshalb begrüße ich den Bau der Einsatztrainingshalle für die Polizei außerordentlich. Wichtiger als die Einstellungszahlen ist die Qualität der Ausbildung“, sagte Landespolizeidirektor Ralf Höhs auf Nachfrage. Bisher müssen die Einsatztrainer immer wieder improvisieren, da würden in Garagen, im Freien, in Abrisshäusern oder auf einer gesperrten Schießbahn verschiedenste Szenarien geübt; doch alles auf begrenztem Raum. „Gerade in Zeiten der defizitären Haushaltslage ist es ein wichtiges Zeichen des Innenministeriums und der gesamten Landesregierung, welchen Stellenwert Sicherheit für uns hat“, sagte Studt. Es sei wichtig, eine für das Land einzigartige Einsatztrainingshalle für den Nachwuchs der Polizei zu bauen, in der so viele Alltagssituationen wie möglich, aber auch Terror- oder Amoklagen so realitätsnah wie möglich geübt werden können, so Studt.

Was in medizinischen Bereichen seit Jahren gegeben sei, Ausbildung in der Praxis, werde nun auch am Ausbildungsort der Polizei Nummer eins in Eutin möglich, freute sich PDAFB-Leiter Jürgen Funk in seiner Rede. Lang genug habe es gedauert von der ersten Idee 2009 über das grüne Licht durch Finanzministerin Monika Heinold nach ihrer Sommerreise 2013 bis zum gestrigen Spatenstich. „Es wird einen Qualitätssprung in der praktischen Aus- und Fortbildung geben“, ist Funk überzeugt.

Auf einer Fläche von 3100 Quadratmetern sollen ab Frühjahr 2018 verschiedenste Einsatzsituationen in Schulen, Gaststätten, Banken, Krankenhäusern oder Arztpraxen geübt werden können. „Wie wichtig authentisches Training und gut ausgebildete Polizisten sind, zeigen die Ereignisse der letzten Wochen und Tage in erschreckender Weise“, sagte Frank Eisoldt, der die enge und gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und GMSH bei den Planungen lobte. Seite 3

zur Startseite

von
erstellt am 27.Jul.2016 | 04:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen