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Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 00:51 Uhr

Eines ist sicher: Kontinuität im Amt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit Nils Hollerbach wird der langjährige Stellvertreter neuer Kreisbauamtsleiter

„Nach 15 Jahren enger Zusammenarbeit mit meinem Vorgänger ist eines gewährleistet: Kontinuität. Das ist ein klares Signal nach außen wie nach innen,“ versichert Nils Hollerbach. Der 53-Jährige hat mit Beginn des Monats Oktober die Leitung des Fachbereiches Bauen der Kreisverwaltung Ostholstein übernommen. Sein Vorgänger Bernd Straßburger war – wie berichtet – Ende September nach fast 30 Jahren in Ruhestand gegangen.

Hollerbach ist vom Stellvertreter zum unmittelbaren Vorgesetzten von rund 100 Angestellten und Beamten aufgerückt. Für das neue Amt bringt er nicht nur die Erfahrung des Stellvertreters mit, er teilt mit seinem Vorgänger auch eine Passion: das Segeln. „Wie Bernd Straßburger bin ich auch ehrenamtlich im Segelclub engagiert, er in Glücksburg und ich im Seglerverein meiner Heimatstadt Neustadt.“

Geboren in Eutin, ist der Sohn eines Lehrerehepaares in Neustadt und auf der Insel Föhr aufgewachsen, wo er aus gesundheitlichen Gründen ein Internat besuchte. Nach dem Abitur in Wyk auf Föhr absolvierte er in Neustadt eine Lehre als Bootsbauer. „Ich habe auch noch zwei, drei Jahre als Geselle gearbeitet, aber dann ging die Zeit des Werkstoffs Holz im Bootsbau zuende.“ Die Verarbeitung von Kunststoff habe ihm keinen Spaß mehr gebracht, weshalb er sich zu einem Architektur-Studium in Lübeck entschieden habe.

Mit dem frisch erworbenen Diplom eines Ingenieurs wollte er eigentlich „in die freie Wirtschaft“ gehen, zumal sich just nach der Grenzöffnung spannende Aufgaben in den neuen Bundesländern ergaben, aber Hollerbach bewarb sich auf eine Stelle im Kreisbauamt: „Ich war gerade Vater geworden. Die Stelle war eigentlich auf drei Jahre befristet, und ich hätte nie gedacht, dass ich so lange hier bleiben würde.“

Hollerbach – seine Tochter ist mittlerweile 28 Jahre alt – durchlief alle Abteilungen der Baubehörde, bevor er vor 15 Jahren die Leitung des Fachdienstes Bauordnung übernahm: „Das ist die Bauaufsicht, da fallen auch alle Genehmigungsverfahren hinein, vom privaten Einfamilienhaus bis zum kommunalen Bebauungsplan.“ Im Gegensatz zu vielen Kolleginnen und Kollegen habe er keine Verwaltungsausbildung: „Ich bin ein Quereinsteiger.“

Wie Hollerbach als Fachdienstleiter der Stellvertreter des Fachbereichsleiter war, wird auch einer der Fachdienstleiter sein Stellvertreter werden. Die Entscheidung über die Besetzung dieser Position ist allerdings noch nicht gefallen.

Bei aller Kontinuität, die im Fachbereich Bauen – im Volksmund immer noch das Kreisbauamt genannt – zu erwarten ist: Worin unterscheidet sich Nils Hollerbach von Bernd Straßburger? „Wir waren natürlich ein eingespieltes Team. Ich würde sagen, Bernd Straßburger ist eloquenter, diplomatischer, ich bin etwas direkter.“


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erstellt am 16.Okt.2016 | 13:36 Uhr

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