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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Eine Lösung für den Schaftransport

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Malenter Produktionsschule konstruierte für den BUND einen Spezialaufbau

Die Jungs von der Malenter Produktionsschule vom CJD haben ihre Aufgabe in den Augen von Uwe Hofer perfekt gelöst. Das Mitglied des Malenter Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) war auf der Suche nach einem Transportmittel für die Schafe, die der BUND auf seinen Streuobstwiesen in Neversfelde und an den Auewiesen weiden lässt. Ein einfacher Anhänger war vorhanden. Doch wie sollten die Tiere damit transportiert werden – etwa ins Winterlager nach Grebin?

Unter Regie von Ausbilder Ulf Werner aus Neversfelde machten sich fünf Schüler der Produktionsschule ans Werk. Innerhalb von zwei Wochen erdachten und bauten sie einen Aufbau, der in kurzer Zeit auf dem Anhänger installiert und auch wieder abgebaut werden kann. „Damit können wir über kurze Strecken bis zu sieben Schafe transportieren“, sagt Hofer. Der „Schäferkarren“ sei „Spitze“ sagt der Hobbyschäfer und lobt: „Der ist sehr leicht und in kurzer Zeit aufzubauen und zu demontieren.“ Zusammengebaut nähmen die sieben Teile kaum Platz weg. Zum Dank für die Mühen der Schüler aus dem Bereich „Holz und Trockenbau“ veranstaltete der BUND gestern auf dem Gelände der Produktionsschule in der Godenbergstraße eine kleine Grillfeier. Der Schäferkarren ist ein weiteres Zeugnis der Zusammenarbeit zwischen Produktionsschule und CJD. Es entstanden auch schon sogenannte Fledermausburgen und auch die Eingangstore der BUND-Streuobstwiesen bei der Produktionsschule.

Das jüngste Projekt hat den Beteiligten offenbar viel Spaß gemacht. „Das war faszinierend, mit welchem Feuereifer die Jungs dabei waren“, berichtet Werner. Kreativität in Details war gefragt: „Wir haben immer wieder darüber geredet, wie wir Sachen machen können“, berichtet Pascal Schwarten (15) aus Ahrensbök. So waren Lösungen gefragt, wie der Aufbau sicher auf dem Anhänger befestigt oder wie die Einzelteile der Konstruktion schnell und sicher verbunden werden können.

„Bei so etwas größerem ist man viel ehrgeiziger“, berichtet der 18-jährige Kevin Jacobsen aus Oldenburg über die Arbeit am Schäferkarren. Im Bereich Holz und Trockenbau werden sonst meist eher kleiner Produkte wie Nistkästen hergestellt, die übrigens in der Produktionsschule erworben werden können. Kevin Jacobsen ist die Freude über das fertige Produkt anzusehen, auch wenn ihn Werner mit seinen Qualitätsansprüchen schon etwas gefordert hat. Für den 20-jährigen Corven Bunge aus Liensfeld war es eine „angenehme Arbeit. Der Zusammenhalt hat gepasst.“

Begeistert von dem Projekt ist auch der neue Leiter der Produktionsschule, Lutz Mathesdorf: „Das ist eine tolle Idee.“ Damit sei das Prinzip der Produktionsschule umgesetzt worden, dass Jugendliche an der Planung und Entwicklung eines Produkts teilhaben könnten. Und mit dem Schäferkarren sei Geld generiert worden. „Da wird nicht nur eine Mauer hochgezogen und dann wieder eingerissen.“

Mathesdorf schweben für die Zukunft ähnliche Projekte vor. Dabei hofft er auf eine Verzahnung mit der Malenter Wirtschaft. „Optimal wäre, wenn die Leute sehen, die Produktionsschule kann etwas leisten für mich.“ So habe die Produktionsschule in Neumünster, wo er zuvor tätig gewesen sei, etwa für die Mittelalterszene Wikingerzelte hergestellt. Die habe es im Handel nicht gegeben.

Wer selbst eine Produktidee hat oder am Schäferkarren Gefallen gefunden hat, kann sich unter der Telefonnummer 04523/20223913 oder per E-Mail an lutz.mathesdorf@cjd-nord.de mit Lutz Mathesdorf in Verbindung setzen.

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erstellt am 19.Apr.2016 | 16:40 Uhr

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