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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 11:45 Uhr

Eine Frage des Geldes

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Haus des Gastes oder „Schlossterrassen“? Grüne wollen ehrliche Debatte und sorgsamen Finanz-Einsatz

Einseitig und unvollständig sind aus Sicht der Grünen die Argumente, die zur Zeit von den Fürsprechern eines erneuten Bürgerentscheides zum Erhalt des Haus des Gastes vorgebracht werden. „Es ist allen Stadtvertretern bekannt, dass die Stadt nur für einen öffentlichen, gemeinnützigen Veranstaltungsort Fördermittel vom Land erhalten wird. Sobald wir die Förderung für das Haus des Gastes beantragen, können wir uns von der Sanierung der Reithalle verabschieden“, sagte gestern Eike Diller, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Viel zu kurz greife aus Sicht der Grünen deshalb die Debatte, die die Bürgerinitiative zum Erhalt des Haus des Gastes zu führen versucht. „Haus des Gastes oder Schlossterrassen – beides können wir uns mit Sicherheit nicht leisten“, sagt Christiane Balzer. Und Monika Obieray ergänzt: „Jetzt bewahrheitet sich, was wir bereits vor dem letzten Bürgerentscheid verdeutlichen wollten: Es gibt kein Nutzungskonzept und keinen Betreiber. Schon deshalb greift die Debatte zu kurz; ob eine Sanierung für 2,8 Millionen Euro machbar wäre, oder vielleicht für weniger, ist nur eine der Fragen. Die zweite lautet nämlich, wie viel Geld die Stadt jährlich dafür in die Hand nehmen müsste, das Gebäude zu unterhalten und zu betreiben; und als dritte Frage schließt sich an, was genau in diesem Haus stattfinden soll, ohne der Reithalle Konkurrenz zu machen.“

Wer die Bilanz der letzten Jahrzehnte des Gebäudes betrachte, „muss zugeben, dass es als öffentlich betriebenes Gebäude nie wirklich funktioniert hat“, sagen die drei Grünen unisono. Umso bedauerlicher sei es, dass der von der Bürgerinitiative (BI) nur wenige Tage vor dem letzten Bürgerentscheid angekündigte „Investor“ das Haus nicht betreiben möchte. Nun fordert die BI den Betrieb des Hauses aus Steuermitteln, „da sich das Haus offensichtlich nicht wirtschaftlich betreiben lässt“, so die Grünen, die in der Debatte für einen sparsamen Umgang mit Haushaltsmitteln plädieren.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 11:12 Uhr

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