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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 05:37 Uhr

Ein Signal für die Nachbargemeinden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Campingplatz Augstfelde: Bösdorfer Gemeindevertretung beschließt Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes

Es war schon ein wenig Sarkasmus herauszuhören, als Dieter Westphal (CDU) am Dienstag in der Bösdorfer Gemeindevertretung davon sprach, dass die Gemeinde mit den Planungen nun schon beinahe Geburtstag gehabt habe. Im September 2006 hatte sich die Gemeindevertretung erstmals mit den Änderungen der Bebauungs- und der Flächennutzungspläne des Gebietes des Campingplatzes Augstfelde und der dazugehörigen Hofstelle beschäftigt.

Bis November 2012 wurde daran gearbeitet, dann aber die Planungen nicht weiter verfolgt. Nun also, nach beinahe zehn Jahren, stimmten die Gemeindevertreter einstimmig für die Planänderungen. Lediglich der CDU-Vertreter Hans-Hinrich Westphal als Campingplatzbesitzer hatte sich zuvor für befangen erklärt. Laut Verwaltung sei das Ziel der Planungen die Schaffung planungsrechtlicher Voraussetzungen für eine Attraktivitätssteigerung des Campingplatzes durch Neustrukturierung, Modernisierung und Qualitätsverbesserung.

Ein Signal für die Zukunft und auch für die Nachbargemeinden soll die einstimmig beschlossene Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes sein. „Man sollte sich nach 20 Jahren mal wieder Gedanken darüber machen und den aktuellen Plan an die neue Zeit anpassen“, erklärte Bösdorfs Bürgermeister Joachim Schmidt den Antrag. Außerdem will die Gemeinde durch diese Entscheidung benachbarte Gemeinden ebenfalls zu einer Überarbeitung ihrer Flächennutzungspläne anregen. Denn würde dies im Planungsverbund geschehen, könnten hohe Zuschüsse beantragt werden. Als unsinnig bezeichnete allerdings der SPD-Vertreter Engelbert Unterhalt den Antrag des Bürgermeisters. Er sei zwar grundsätzlich für eine Neuaufstellung - „aber wir sollten auch an unsere Nachfolger in der Gemeindevertretung denken und diese selber entscheiden lassen.“ Er sei nicht dafür, jetzt viel Geld für Planungsänderungen auszugeben. Da die derzeitige Gemeindevertretung den Prozess jedoch nur anstößt und der kommenden Vertretung noch genug Gestaltungsspielraum bleibt, stimmte schließlich auch Unterhalt dem Antrag zu.

Positive und negative Nachrichten gab es aus dem Bösdorfer Kindergarten. Mit Freude nahmen die Gemeindevertreter zur Kenntnis, dass die Gemeinde für das Jahr 2015 einen Betrag von 14  923,97 Euro zurück erhält, da dieser kommunale Zuschuss nicht gebraucht worden war.

Weniger Erfreulich aber ist der Stand der Umbaupläne des Kindergartens. Eigentlich sollte dort in den Sommerferien sowohl der Fußboden der Gruppenräume aufgearbeitet als auch eine neue Küche eingebaut werden. Allerdings ging für das Abschleifen des Bodens nur ein einziges Angebot über rund 3500 Euro netto ein und die beiden einzigen Angebote für die neue Küche kamen erst am Tag der Sitzung. Sie liegen je nach Ausführung zwischen 5900 Euro und 8400 Euro (netto). „Ich sehe mich so kurzfristig zur Auswertung der Angebote nicht in der Lage“, bekannte SPD-Mann Unterhalt. Auch Bürgermeister Schmidt bemängelte, dass der erst zwei Jahre alte Geschirrspüler des Kindergartens in den Angeboten nicht berücksichtigt worden sei. Und so verwiesen die Gemeindevertreter die Entscheidung über die neue Küche zurück an den Sozialausschuss, stimmten aber bei einer Gegenstimme für die Aufarbeitung des Fußbodens.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 12:36 Uhr

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