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Ostholsteiner Anzeiger

22. Dezember 2014 | 15:06 Uhr

Ein ganzes Dorf als Adventskalender

vom

Stefanie Jürgens organisiert in Griebel einen lebendigen Adventskalender / Noch bis 23. Dezember treffen sich fast täglich Nachbarn

Griebel | Wenn in Griebel Menschen in diesen Tagen mit weihnachtlichen Bechern durch die Straßen ziehen, dann weiß inzwischen jeder im Dorf: Es ist Zeit für den lebendigen Adventskalender. Noch bis zum 23. Dezember lädt eine Familie die übrigen Dorfbewohner zu einer vorweihnachtlichen Zusammenkunft im Freien ein. Wo man sich trifft, verraten Zahlen in den Fenstern der Häuser.

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Die Idee dazu hatte Stefanie Jürgens, die zusammen mit ihrem Partner Albin Herlitz am Sonnabend die Nachbarn in ihrem Carport willkommen hieß. Es gab selbst gemachte Pizzabrötchen, Glühwein und Kakao. Und natürlich eine Menge zu reden. Im Fühlenweg wurde der Adventskalender um 17 Uhr geöffnet und nach der obligatorischen Viertelstunde kamen dann auch die Nachbarn. Jede Familie bestimmt jedoch den Beginn ganz nach dem persönlichen Terminkalender. Vielleicht ein Grund dafür, dass Stefanie Jürgens Anfang November auf ihren Aufruf in den Briefkästen des Dorfes so schnell und zahlreich Antworten bekam. Lediglich an vier Tagen können die Griebeler ohne Nachbarschaftsbesuch entspannen. Jürgens hatte einen ähnlichen Adventskalender bei ihrem Vater in Neversfelde kennen gelernt und schon seit einigen Jahren den Plan, dies auch in Griebel umzusetzen. Nur es fehlte die Zeit. Als Initiatorin habe sie sich vorgenommen auch bei jedem Termin dabei zu sein, schilderte sie. Bis auf einen ist es ihr auch geglückt.

Die Begrüßungen vor dem Hause Jürgens/Herlitz sind herzlich und nach zwei Wochen stetigem Wiedersehen auch vertraut. Am ersten Tag mit Tauwetter steht die Gruppe von gut 20 Gästen nicht ganz so dicht wie bisher um die Feuerkörbe. Die Wärmespender haben genau wie die Stehtische schon eine Reise durchs Dorf gemacht. Sie wandern von Kalendertür zu Kalendertür. So unterschiedlich wie die Familien, so unterschiedlich sind auch Angebot und Dekoration an den jeweiligen Tagen. Familie Kierspel lud zum Apres-Ski, und bei Vera Rahlf standen weihnachtliche Basteleien auf dem Programm. Am 22. Dezember können sich alle auf einen schwedischen Advent bei Svenja Weber und Dennis Rahlf freuen.

Die Idee, durch den Adventskalender enger mit den Nachbarn in Kontakt zu kommen und die Dorfgemeinschaft zu stärken, scheint aufzugehen. Alle sind miteinander im Gespräch und auch wer an diesem Abend erst gegen 18 Uhr dazu kommt, ist sofort mit dabei. Die Kinder nutzen die Gelegenheit zur Schneeballschlacht und auch der Postbote schaut auf einen Punsch - natürlich alkoholfrei - vorbei und nutzt die Gelegenheit, gleiche mehrere Zustellungen an einem Ort zu erledigen. Denn er weiß, in den meisten Häusern ist jetzt keiner zu Hause. Dafür ist die Beleuchtung besser. Diesen Eindruck hat zumindest Stefanie Jürgens, wenn sie die Weihnachtsbeleuchtung der letzten Jahre vergleicht. In der Spitze kamen 57 Griebeler zusammen. Von den 90 Grillwürsten bei Nicole und Christian Meyer bliebt nichts übrig. Gemeinsam Grillen wollen die Nachbarn auf jeden Fall noch einmal, dann aber im Sommer. Alle sind sich einig, die netten Gespräche auch im Sommer vorsetzen zu wollen. Ein Anlass wird sich finden. Vielleicht zählt man ja die Tage bis zur Sonnenwende am 21. Juni?

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erstellt am 18.Dez.2012 | 07:15 Uhr

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