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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 17:48 Uhr

Ehrenamtlerin verkauft 400 Gläser Marmelade für Kinderprojekt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Tanja Müller verkauft am Sonnabend in Eutin Fruchtaufstrich

„Eigentlich sollte es eine einmalige Aktion sein im vergangenen Herbst auf dem Eutiner Wochenmarkt zu Gunsten der Flüchtlinge“, sagt Ehrenamtlerin Tanja Müller und lacht, „doch die gut 170 Gläser Fruchtaufstrich waren im Nu verkauft und die Gespräche mit den Menschen großartig“. Tanja Müller engagiert sich seit gut eineinhalb Jahren für die Flüchtlingshilfe in Eutin. Ob Spenden organisieren, bei Behördengängen begleiten oder ein Ohr für die jungen Männer im Lindenbruchredder haben – Tanja Müller ist und war da. Zahlreiche Nachfragen, ob es die „Marmeladen-Aktion“ in diesem Jahr wieder gibt, spornten Müller und ihr Team – bestehend aus Familie, Freunden und „ihren syrischen Jungs“ – an. Sie suchte per Anzeige nach Obst, leeren Gläsern und Zucker. Ihr Team half vom Abholen des Materials aus ganz Ostholstein bis hin zum Verzieren der Gläser.

„Wir haben 400 Gläser gekocht mit 50 verschiedenen Sorten sowie leckeren Lavendelsirup für Prosecco oder Erdbeer- und Kirschschnaps“, sagt Müller. Auch die Eutiner Geschäftsleute Stefan und Frauke Knorr, Volker Rätzke und Klausberger unterstützen Müller und ihr Team mit Wein, Prosecco und Rum für die Fruchtaufstriche sowie Brot für die Kostproben auf dem Wochenmarkt. Stoffe für die Verzierung der Gläser gab es von Knutzen und Wiebe Kiß. Verkauft wird die Eigenproduktion diesen Sonnabend, 24. September, von 9 bis 13 Uhr im Pavillon vor dem Rathaus. Außerdem werden zahlreiche Infomaterialien für Ehrenamtler und Flüchtlinge ausliegen. Die Einnahmen gehen in diesem Jahr an ein Kinderflüchtlingsprojekt, das in Zusammenarbeit mit der Stadt Eutin geplant ist.

Auf die Frage, weshalb sie all das macht, sagt Tanja Müller: „Warum sollte ich gerade jetzt aufhören? Es kommen zwar aktuell nicht mehr so viele Neue nach Eutin, doch die Arbeit mit denen, die da sind, ist umso intensiver, weil sie integriert werden wollen und müssen.“

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erstellt am 22.Sep.2016 | 00:20 Uhr

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