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Ostholstein : Drei Sperrgebiete im Norden des Kreises

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Von 16 untersuchten Wildvögeln waren drei an Vogelgrippe verendet. Fundorte waren Puttgarden, Heiligenhafen und Dahme.

Vier Monate nach dem ersten Nachweis des Geflügelgrippe-Erregers H5N8 in Plön und einer bundesweiten Ausbreitung der Tierseuche sind erstmals in Ostholstein Sperrgebiete ausgewiesen worden: Die Kreisverwaltung hat im Norden nach dem Fund infizierter Wildvögel drei Sperrgebiete festgelegt.

Laut Bekanntmachungen wurden Mittwoch an der Nordspitze Fehmarns, in Heiligenhafen und in Dahme Sperrgebiete eingerichtet. Das Umweltministerum meldete, dass bei einem Schwan in Puttgarden, einem Bussard in Dahme sowie einer Silbermöwe in Heiligenhafen der hochpatogene Erreger nachgewiesen worden sei. Am Montag waren die Gemeinden Timmendorfer Strand und Ratekau und die Stadt Bad Schwartau wegen eines Vogelfundes in Lübeck zum Beobachtungsgebiet erklärt worden.

Sperrgebiete werden drei Kilometer um den Fundort eines infizierten Tieres eingerichtet, weitere zehn Kilometer werden Beobachtungsgebiet. Eine Stallpflicht für Geflügel gilt ohnehin landesweit, in Sperrgebieten und Beobachtungszonen dürfen Katzen und Hunde nicht frei laufen und es gibt umfangreiche Handelsrestriktionen für Geflügel und -produkte. Die Beschränkungen unterscheiden sich in Sperrzonen und Beobachtungsgebieten bei Ausmaß und Dauer.

Aus Ostholstein waren bis Mitte Februar keine toten Vögel zur Untersuchung an das Landeslabor Neumünster oder Friedrich-Löffler-Institut geschickt worden. Das hatte Umweltminister Robert Habeck in einem Brief nach Eutin angemahnt. Der Kreis hatte daraufhin eingeräumt, dass ein ministerieller Erlass falsch interpretiert worden sei: „Zu Beginn des Seuchenzuges sollten nur bei vermehrter lokaler und zeitlicher Häufung von Totfunden Proben genommen werden.“

Nach dem „blauen Brief“ war auch in Ostholstein begonnen worden, verendete Wildvögeln ins Labor zu schicken. 16 Tiere seien bislang untersucht worden, bei drei Kadavern Geflügelpest nachgewiesen worden, sagte Pressesprecherin Carina Leonhardt dem OHA. Fünf Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen: Weitere Sperrgebiete für Ostholstein sind also nicht ausgeschlossen.

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erstellt am 04.Mär.2017 | 04:00 Uhr

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