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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 03:14 Uhr

Drei „dänische Tage“ in Malente

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

17 Schüler aus dem dänischen Mön waren bei der Schule an den Auewiesen zu Gast / In drei Wochen folgt der Gegenbesuch

„Drei Tage sind viel zu kurz“, sagt Florian. Der 13-Jährige meint dabei einen deutsch-dänischen Austausch, der von Mittwoch bis gestern in der Schule an den Auewiesen stattfand. 17 Schüler und zwei Lehrkräfte von der Insel Mön waren bei zwei 8. Klassen der Schule zu Gast für ein interkulturelles Projekt, wobei die Dänen in Gastfamilien untergebracht waren.

Das Thema „Wasser und Tourismus“ stand im Vordergrund der Begegnung. Ziel der Malenter Schüler war es, den Gästen ihre Heimat zu zeigen. In gemischten Gruppen gingen die Schüler durch Malente, fotografierten und stellten die Aufnahmen auf zweisprachigen Plakaten zu Collagen zusammen.

Beim Gang durch den Kurpark und während der 5-Seen-Fahrt seien besonders schöne Bilder entstanden, sagt Ronja (13), die schnell Freundschaft mit einer Dänin geschlossen hat. „Wir hatten sehr viel Spaß zusammen“, sagt sie und lächelt Sif am anderen Ende des Tisches an. Die 15-Jährige Dänin finde Malente sehr schön, meint Ronja. Beide haben in den letzten Tagen viel gemeinsam erlebt, alle gemeinam besuchten sie die Tews-Kate und unternahmen eine 5-Seen-Fahrt. Beide freuen sich auf den Gegenbesuch, der in knapp drei Wochen stattfindet. Der zeitlich kurze Abstand sei sehr gut, so seien sich alle „in guter Erinnerung“, sagte Swantje Willerscheidt, Klassenlehrerin der 8c. Dem 13-jährigen Florian gefällt das deutsch-dänische Projekt ebenfalls. Er und der Gastschüler Jakob (14) haben viel gemeinsam. „Wir spielen beide gerne Fußball und Playstation“, sagt er. Der Däne nickt zustimmend. Beide sind sich einig: „Gut wäre eine Woche für den Austausch,“ ergänzt Florian.

Die Resonanz aller Schüler sei sehr gut gewesen, berichtet Swantje Willerscheidt. „Ich finde es toll, wie gut die Schüler miteinander harmonieren.“ Es habe während des Besuchs keinen Streit und kein Unwohlsein gegeben. Sie finde es gut, dass die Malenter Schüler den Mut aufbrächten, beim Gegenbesuch in einer fremden Familie zu leben: „Wir öffnen die Jugendlichen für andere Kulturen.“

Der Austausch findet im Rahmen des Projektes „Kultkit“ statt, das mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Es soll die Zusammenarbeit in der deutsch-dänischen Grenzregion stärken und das gegenseitige kulturelle Verständnis, vor allem junger Menschen, fördern.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 11:56 Uhr

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