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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 10:52 Uhr

Kaseedorf : Dorffest mit 360 Kilogramm Karpfen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das alljährliche Abfischen des Mühlenteichs im Verlauf der Schwentine entwickelt sich immer mehr zu einem kleinen Dorffest

Die mittlerweile über die Kreisgrenzen hinaus begehrten Karpfen stehen immer noch im Mittelpunkt des Abfischens. Doch viele Besucher bleiben gleich zum Mittag und Kaffeetafel in der alten Schulscheune und machten das Ereignis so zu einem kleinen Dorffest.

Der Höhepunkt ist das Abfischen der Karpfen unterhalb des Wehres neben der ehemaligen Wassermühle. Dicht gedrängt beobachten Eltern mit ihren Kindern wie die Helfer um Pächter Oliver Lembke Zentner um Zentner der Fische in prall gefüllten Keschern aus dem Wasser wuchteten. Dem einen oder anderen Karpfen gelang die Flucht zurück ins aufgewühlte Wasser, was seinen Weg in die Verkaufsbassins aber nur verzögerte.

Über 360 Kilo Karpfen und einige Hechte gingen bis zum Mittag in der Halle des gemeindlichen Bauhofes über den Tresen. Damit wurde das Ergebnis des vergangenen Jahres um gut einen Zentner übertroffen. Während „Kassiererin“ und Bürgermeisterin Regina Voß zusammen mit den „Verkäufern“ Karl Witt und Christian Stahl dank leerer Bassins immer wieder eine kleine Pausen einlegten, wollte die Schlange bei Martin Ausborn, Siegfried Stoll und Peter Kock nicht abreißen. Sie nahmen die Fische aus und zerlegten sie auf Wunsch in küchenfertige Portionen.

Anders als in zurückliegenden Jahren kam die Kundschaft nicht geballt am Morgen sondern bis zum Mittag verteilt. Die Kennzeichen der zahlreichen Autos entlang der Oldenburger Straße bewiesen es: Käufer kommen auch aus Lübeck und dem Kreis Plön. Ein Merkmal unterscheidet die Kasseedorfer Karpfen wesentlich von vielen anderen. Sie schmecken nicht modrig, weil die durchfließende Schwentine im Mühlenteich ständig für frisches Wasser sorgt.

Vielleicht trug auch das milde und sonnige Novemberwetter dazu bei, dass viele ihren Fischkauf um ein Mittagessen und Weihnachtseinkäufe ausdehnten. Deftiges gab es im Vereinsheim der Kyffhäuser. Heiße und hochprozentige Getränke sowie Fischbrötchen und die Erbsensuppe des Deutschen Roten Kreuzes erwarteten dort die Besucher, die das Angebot zahlreich annahmen.

Mit ein wenig Verzögerung erreichten diese dann auch die Schulscheune in dem die Jugendfeuerwehr ihren Adventsbasar veranstaltete. Neben regionalen Anbietern von weihnachtlichem Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten boten auch die Pfadfinder des Schönwalder VCP-Stammes „Swentana“ selbstgekochte Marmelade an. Für die Verpflegung mit belegten Brötchen, Waffeln, Fliederbeersuppe sowie Kaffee und Kuchen sorgte die Jugendfeuerwehr, die sich bis zum späten Nachmittag über Kundschaft freuen konnte.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 04:30 Uhr

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