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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 01:32 Uhr

„Die Philosophie geht durch die Klamotte“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Auf dem Weg zum Deutschen Windsurf Cup in Grömitz schaute Adrian – „Adi“ – Beholz gestern nochmal in Eutin auf ein Fischbrötchen und eine Limo vorbei. Der in Kiel lebende Erstplatzierte des Deutschen Freestyle Rankings (2015) sowie der German Freestyle Battles (2014) ist seit zwei Monaten Markenbotschafter des Labels „BeachYah“. Denn: „Ich fühle mich in den Klamotten megawohl“, erklärt der professionelle Windsurfer. „Klamotten sind mir nicht besonders wichtig, aber wenn ich mir welche aussuche, dann achte ich auf Qualität.“

Labelgründer Thorsten Jürries: „Es ist mir wichtig, dass das Label authentisch ist. Das geht nur mit Typen wie Adi, die auch den Lifestyle widerspiegeln.“ Auch Kitesurfer Ben Beholz, Adis jüngerer Bruder, trägt seit eineinhalb Jahren die Kapuzenjacken und T-Shirts von BeachYah. Die Zielgruppe des jungen Labels: Skater, Wakeboarder, Kite- und Windsurfer. Thorsten Jürries – bis vor wenigen Jahren selbst Wakeboarder – identifiziert sich mit der Philosophie der Wassersportler. Denn diese, erklärt der Modemacher, hätten einen ganz eigenen Biorhythmus. So gehe es nicht zwingend nur um das Surfen, sagt der ehemalige Chauffeur: „Surfer sind Menschen, die schon durch ihren Sport eng mit der Natur verbunden sind.“ Das Label der – wie Thorsten Jürries sich selbst nennt – „kreativen Wurst“ spiegele die Surfer-Mentalität wider: „Die Philosophie geht durch die Klamotte“, so der 37-Jährige.

Ob Südafrika, Südamerika oder Europa – Adrian Beholz nimmt in den Sommermonaten an internationalen Wettbewerben rund um den Globus teil. Im Winter testet er Surf-Reviere aus. Geboren am Bodensee lebt Beholz seit einigen Jahren in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins und fühlt sich dort pudelwohl: „Kiel ist Surf- und Segelhauptstadt. Und man ist schnell in Dänemark, wo ich sehr gern surfe.“ Eutin habe er bisher „nur beim Durchfahren“ wahrgenommen. „Es ist schön“, befindet der Wassersportler.

Von 2008 bis 2010 arbeitete Beholz als Surflehrer, um sich sein Hobby leisten zu können. Seit 2012 ist der Windsurfer im Freestyle-Bereich erfolgreich und kann dank Sponsoren und Preisgeldern seinen Lebensunterhalt mit seiner Leidenschaft finanzieren. „Das ist genau das, was ich machen will. Da bin ich auch absolut vollgasbereit“, sagt der Wahl-Kieler.

Heute startet in Grömitz der dreitägige Deutsche Windsurf Cup. Nach einer Bänderverletzung im Sprunggelenk ist das der erste Wettbewerb dieses Jahres für Adrian Beholz, der seit seinem siebten Lebensjahr auf dem Board und im Wind steht.

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erstellt am 26.Mai.2016 | 17:46 Uhr

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