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Ostholsteiner Anzeiger

03. September 2014 | 01:45 Uhr

Nabucco : Die Melodik von Liebe und Macht

vom

Verdis Oper "Nabucco" eröffnet die 62. Spielzeit im Eutiner Schlossgarten - Intendantin Caron verspricht "fantastische Stimmen"

Eutin | Nach 1987, 1988 und 2003 gibt es heute zum vierten Mal eine Premiere für die Oper "Nabucco" auf der Freilichtbühne. Erstmals aber wird Verdis Oper hier in italienischer Sprache gesungen. Dominique Caron, die Intendantin der Eutiner Festspiele, feiert damit zugleich ihren Einstand als Regisseurin im Schlossgarten.

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Bei der Uraufführung im März 1842 in Mailand erzielte der bis dahin eher glücklose Komponist Giuseppe Verdi, gerade 29 Jahre alt, mit dieser Oper einen Riesenerfolg. Vor allem das Chorlied "Va pensiero, sullali dorate" (deutsch: "Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln") wurde zum Gassenhauer und von vielen der unter fremder Herrschaft stehenden Italienern als Protesthymne gegen Tyrannei und politische Willkür verstanden.
Keine Extrarolle für einen "Opernübersetzer"

Dazu trug auch die Handlung bei, die in vorchristlicher Zeit spielt. Vor dem Hintergrund der babylonischen Gefangenschaft der Juden geht es um Machtgier, Liebe und Religion; Hauptpersonen sind der dem Wahnsinn verfallende Babylon-König Nabucco, seine beiden Töchter Abigail und Ferena, die beide um den aus Jerusalems Königshaus stammenden Ismael wetteifern, sowie der Seher Zacharias. Ein Tipp: Wer dem dramatischen Bühnengeschehen halbwegs verständnisvoll folgen will, sollte sich vorher über den Inhalt der vier Akte schlau machen. Anders als in den Vorjahren gibt es auf der Freilichtbühne diesmal keine Extrarolle für einen "Opernübersetzer".

Den braucht aber auch nicht, wer sich vor allem an Verdis Musik hält. Seine schwungvollen Melodien fordern Sänger ebenso wie die Chöre und das Orchester. Doch auf diesem Feld sieht sich Dominique Caron längst auf der sicheren Seite: "Wir haben mit Devid Cecconi, Romelia Lichtenstein, Hugo Vera und Taras Konoshchenko fantastische Stimmen."

Schwerstarbeit verrichtet Generalmusikdirektor Urs-Michael Theus. Er wird im Graben das 66-köpfige Festspiel-Orchester dirigieren und oberhalb den Chor. Mit 64 Mitgliedern ist er unter der Leitung von Gabriele Pott der größte unter den Theatern in Schleswig-Holstein. Spätestens bei "Va pensiero, sullali dorate" ist Gänsehaut-Feeling garantiert: Caron lässt den Chor mitten im Zuschauerrund singen. Für Bühnenbild und Kostüme sowie Lichttechnik zeichnen die bei den Festspielen bewährten Ursula Wandaress und Klaus Emil Zimmermann verantwortlich.

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von bu
erstellt am 06.Jul.2012 | 01:08 Uhr

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