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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 13:43 Uhr

Eutin : „Die LGS ist trotz Defizit ein Gewinn für die Stadt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach aktuellen Kalkulationen könnte das Minus bis zu drei Millionen Euro betragen

Das derzeit kalkulierte Defizit der Landesgartenschau soll nach OHA-Informationen aktuell zwischen 2,3 und rund drei Millionen Euro liegen. Die beiden LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt und Martin Klehs hatten die Mitglieder des Hauptausschusses über den vorläufigen Wirtschaftsbericht der LGS informiert.

„Fakt ist, betriebswirtschaftlich werden wir die versprochenen Besucherzahlen nicht erreichen. Aber unser Produkt Landesgartenschau ist gut, das bestätigt sich immer wieder“, sagt Bürgermeister Carsten Behnk auf Nachfrage. Durch die LGS sei Eutin aus dem Dornröschenschlaf erwacht, viele finanzielle Töpfe hätten mit dem Faktor LGS für die Stadtsanierung angeworben werden können, das bürgerschaftliche Engagement sei so groß wie nie. Zwar sehe er den derzeitigen Schuldenberg der Stadt von 47 Millionen Euro auch als bedenklich an, der durch die LGS noch weiter anwachsen könnte. Aber: „Ob es ein Erfolg war, werden wir in fünf bis sieben Jahren beurteilen können, wenn wir es schaffen, einmal für Eutin interessierte Menschen immer wieder zu begeistern“, so Behnk. Wie die LGS-Geschäftsführer wollte auch er gestern weder die rund drei Millionen Minus dementieren, noch bestätigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist das unseriös. Der größte Faktor in der Kalkulation sind die Besucherzahlen und die haben wir, wenn die LGS die Tore im Oktober schließt“, so Rubelt. Außerdem kämen dann auch erst die Einnahmen aus Catering, Fährverkehr und Parkplatz hinzu. Klehs ergänzt: „Wir müssen leider zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass die betriebswirtschaftliche schwarze Null am Ende nicht erreicht werden wird. Aber wir können durch die Befragungen auch feststellen, dass sich die LGS in Zukunft noch positiv auf die Stadt auswirken wird.“

Mehr als 70 Prozent aller Befragten wollten demnach Eutin erneut besuchen. Behnk: „Wenn man die LGS volkswirtschaftlich betrachtet, ist es ein großes Plus für Eutin.“ Er selbst sei immer für Offenheit bei den Zahlen gewesen, doch während des laufenden Endspurts gehöre dies in die zuständigen Gremien wie den nicht-öffentlichen Teil des Hauptausschusses und den Aufsichtsrat. „Das Team gibt alles, um das Beste herauszuholen.“

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erstellt am 09.Sep.2016 | 00:15 Uhr

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