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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 16:49 Uhr

Die CDU will eine zweite Hundertschaft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Diskussion darüber auf dem heutigen Landesparteitag in Neumünster

Neue Wege will die CDU Schleswig-Holstein in der Inneren Sicherheit gehen. Dazu zählt auch die Aufstellung einer zweiten Einsatzhundertschaft. Damit soll der polizeiliche Streifendienst von Fußball- und Demonstrationseinsätzen dauerhaft entlastet werden, heißt es im Landtagsprogramm der CDU, das am heutigen Sonnabend in Neumünster zur Diskussion steht.

Die CDU will damit ein Signal des politischen Rückhalts für die Polizei entsenden. Justiz, Staatsanwaltschaften, Gerichte und Polizei seien wesentliche Garanten des Rechtsstaates. Sie gewährleisteten maßgeblich das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft. Sie leisteten Außergewöhnliches und benötigten dafür einen Vertrauensvorschuss sowie den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt. So wolle die CDU die Kennzeichnungspflicht für Polizisten und den Polizeibeauftragten abschaffen. Außerdem sollen mit jährlich 400 Neueinstellungen die hohen Personalabgänge der nächsten Jahre kompensiert werden. Mit den Mehreinstellungen sollen Präsenz, Prävention, Einsatz und Ermittlungen verstärkt werden können. Die CDU spricht außerdem von „gesundheitsschonenden Schichtdienstmodellen“.

Die CDU im Kreis Plön fordert bereits seit Jahren eine zweite Einsatzhundertschaft und mehr Polizeibeamte für Schleswig-Holstein. CDU-Kreisvorsitzender Werner Kalinka: „Die Belastungen für die Polizei werden immer größer, vor allem bei der Terrorabwehr, bei Demos, bei Fußballspielen und anderen Großeinsätzen. Deshalb sind eine 2. Hundertschaft und mehr Polizeibeamte die gebotene Konsequenz.“

Die Notwendigkeit einer 2. Hundertschaft sei auch gegeben, um bei größeren Einsätzen den Abzug von Polizeibeamten aus den örtlichen Stationen zu vermeiden. Denn das gehe zu Lasten der Sicherheit vor Ort.

Kalinka: „Jüngere, für den Einsatz in größeren Verbänden besonders geübte Beamte sind für die dortigen Anforderungen besser vorbereitet als eine Hundertschaft, die aus Beamten aus den örtlichen Stationen zusammengestellt wird.“

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erstellt am 01.Nov.2016 | 15:25 Uhr

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