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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Bungsberg : Die Aufforstung des Bergs ist vom Tisch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ex-Ministerpräsident leitete Vermittlungsgespräch mit der Eigentümerfamilie

Die Eigentümer ziehen den Antrag auf eine Aufforstung des Bungsberghügels zurück. Im Gegenzug sucht die Gemeinde Schönwalde einen anderen Betreiber für den Ski-Lift. Dieses Ergebnis brachte gestern ein Vermittlungsgespräch, das unter prominenter Leitung erfolgte: Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) war der Bitte gefolgt, als Mediator tätig zu werden, und von der Westküste in die höchstgelegene Gemeinde des Landes gereist.

„Die Aufforstung ist vom Tisch“, sagte Carstensen der Deutschen Presse-Agentur. In einer Erklärung der Eigentümer heißt es, man wolle sich konstruktiv an einer Lösung beteiligen. „Auch um unseren guten Willen zu zeigen, haben wir deshalb den Antrag auf Aufforstung zurück gezogen.“ Den Betrieb des Schleppliftes könne die Familie jedoch wegen des Arbeitsaufwandes nicht mehr leisten.

„Der Skilift ist eine Attraktion für die ganze Region. Er zieht bei entsprechendem Wetter viele Menschen an und sorgt auch für die Belebung der Gaststätte auf dem Bungsberg“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin von Schönwalde, Bärbel Seehusen (SPD). Die Gemeinde habe als Mitglied des Zweckverbandes Bungsberg viel Geld in die Infrastruktur investiert. „Deshalb haben wir großes Interesse daran, dass der höchste Punkt Schleswig-Holsteins auch weiterhin öffentlich zugänglich ist“, sagte Seehusen.

Offen ist aber noch, ob der seit gut einem Jahr immer wieder ausbrechende Konflikt zwischen der Eigentümerfamilie und der Gemeinde nachhaltig vermieden werden kann. Ein Pacht-Angebot der Sparkassen-Stiftung, die auf dem Bungsberg-Plateau ein Bildungszentrum betreibt, war erfolglos geblieben. Nun ist im Gespräch, dass die Gemeinde die Weiden rund um den Gipfel des Bungsberges, der 168 Meter über dem Meeresspiegel liegt, erwirbt: „Wir können uns vorstellen, das Gelände zu kaufen, wenn der Preis für uns erschwinglich ist“, sagte Bärbel Seehusen.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 19:59 Uhr

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