zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 08:58 Uhr

Der Rückbau hat begonnen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bis zur Öffnung der Tore sollen die temporären Schaubeete nicht mehr zu sehen sein

Auf dem Gelände der Landesgartenschau geht es ähnlich emsig weiter, wie es einst begann. Gestern bauten die ersten Gartenbaufirmen, ihre Hausgärten zurück, darunter auch OAR aus Dänischenhagen bei Kiel.

Während Rasmus Offt (19) mit der Buchenhecke „kämpfte“ und Pflanze für Pflanze ausgrub, sammelten drei andere Mitarbeiter die Stauden und Gräser von der Fläche. „Die können sich die Mitarbeiter von uns dann aussuchen, so finden sie noch eine gute Verwendung“, sagte ein Gärtner beim Beladen der Schubkarre.

Sigrid Heinsen belud unterdes ihre lila-farbene Schubkarre mit ebenso bunten Winterastern aus einem Nachbargarten. „Die sind toll, die habe ich noch nicht in meinem Garten“, sagte die Anwohnerin der Gartenschau, die die Pflanze – „als Erinnerung an einen wunderbaren Sommer, es war wie Urlaub, immer war etwas los“ – behält.

Auf dem Weg nach Hause lief ihr Hartmut Hausfeldt über den Weg. Der pensionierte Berufssoldat hatte während der vergangenen fünf Monate für Ordnung im Hausgarten mit der großen Feuerschalen-Weltkugel gesorgt und hilft jetzt, wie es die Zeit zulasse, beim Abbau. „Wir hatten alles, vom Wasser im Garten bis zu zahlreichen Walnussblüten. Es war eine schöne Zeit und ich habe es gern gemacht“, sagt Hausfeldt. Und Sigrid Heinsen verriet: „Er war so penibel, er feudelte sogar die Terrasse.“ Nur damit es ordentlich aussieht, ergänzte der Gartenpfleger.

Der Wechselflor im Seepark und auf der Wiese vor dem Schloss wird ab heute entfernt, gut 20 Mitarbeiter sind dafür im Gelände unterwegs. Für die Beete rund um die Bäume an der Stadtbucht müsse eine langwierige Lösung erst noch gefunden werden, so Projektleiterin Stephanie Bolz. Sie greift eine Salbeipflanze aus dem Wechselflor am Forsthof und erklärt, weshalb alle Wechselflorpflanzen raus müssen, auch wenn es Ehrenamtler für eine Folgenutzung gibt: „Das sind alles Einjährige, das sieht man an den Wurzeln. Die würden den Winter gar nicht überleben“, so Bolz. „Wir machen hier nichts kaputt, was den Wert hätte, zu bleiben“, betont sie.

Bereits am frühen Morgen verteilte Bolz Gemüse wie Kürbisse, Kohl, Fenchel, Pastinaken und Äpfel aus den Blumenschauhallen, deren letztes Thema Erntedank war, an die Kita Spatzennest und die Kleinen Wichtel von der Familienbildungsstätte.

Von der Hauptgastronomie am Kuhstall stand gestern Mittag nur noch die Zelthülle, Stühle und Tische waren davor aufgereiht zum Abtransport.

Neben dem kontrollierten Rückbau der einzelnen Themengärten ist auch die Inventaurliste eine der großen Aufgaben. Auf den Listen können dann künftige Gartenschauen sehen, was sie erwerben können. Eutin erhielt damals auch einiges von Norderstedt. In der Stadt, da freue sich Bolz, bleiben wohl zahlreiche Felsenbirnen, die als Kultur 36 als eines der Studentengärten umgesetzt wurde. „Zahlreiche Verbände haben sich dafür interessiert. Auch der Freischützgarten mit der Blackbox könnte in Gänze bestehen bleiben: „Die Firma Aco, die großer Sponsor an der Stelle war, überlegt, den Garten komplett so bei sich aufzubauen“, so Bolz.

In spätestens 14 Tagen soll die Hauptarbeit geschafft sein, dann sind die ersten Hauptachsen des Geländes für alle wieder offen.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Okt.2016 | 00:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen