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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 05:57 Uhr

Der Norden ist so gut wie ausgebucht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Tourismusbranche legt nach den Vorjahres-Erfolgen noch eine Schippe drauf

Nach Rekorden in den vergangenen zwei Jahren zeigt die Erfolgskurve weiter nach oben: Dieser Sommer ist in den Urlaubsorten Schleswig-Holsteins offenbar der allervollste mindestens seit Mitte der 90er Jahre, als die Übernachtungszahlen zu bröckeln begannen. Darauf deutet ein Stimmungsbild, das unsere Zeitung in den Urlaubsregionen des Landes recherchiert hat.

Alle 16 Bundesländer haben seit heute Ferien. „Es brummt jetzt richtig“, frohlockt Grömitz’ Tourismusdirektor Olaf Dose-Miekley. Bis Ende August erteilt er der Buchungslage die Note 1. „So lange gibt es kaum noch Möglichkeiten, ein Quartier zu bekommen.“

Eitel Sonnenschein ebenfalls in Timmendorfer Strand: „Wir könnten unsere Betten derzeit dreimal vermieten“, sagt Tourismuschef Joachim Nitz. Während Dose-Miekley die Entwicklung vor allem als „Erntezeit“ nach umfassenden Modernisierungen bewertet, kommt für Nitz „auch die globale Situation hinzu, von der Schleswig-Holstein profitiert“.

Für Büsum vermeldet Tourismusdirektor Olaf Raffel eine Auslastung von 90 Prozent. Er geht davon aus, dass diese Hauptsaison noch leichte Zuwächse bringt. Beim Insel Sylt Tourismus Service sind gar 98 Prozent der Unterkünfte ausgebucht. „Gefühlt“ stünden dahinter noch mehr Anfragen als in Vorjahren. Chancen für Kurzentschlossene erwarten die Sylter erst ab Ferienende in Nordrhein-Westfalen am 23. August.

Wer jetzt spontan nach Föhr reisen möchte, muss „sehr kompromissbereit sein“, um noch irgendwo unterzukommen, sagt Ann-Kathrin Meyerhof von der Föhr Tourismus Gesellschaft. Aus der Tourismuszentrale St. Peter-Ording teilt Ute Broders mit: „Wir betreiben nur noch Lückenverwaltung.“

Anders als in den Vorjahren ist auch im Hinterland kaum noch ein Quartier zu finden. Caroline Brackmann von der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz verzeichnet ein Buchungsplus von fünf bis sieben Prozent. Bis Anfang September gebe es an der ostholsteinischen Seenplatte „nur noch ganz wenige Restkapazitäten, nur für einzelne Nächte unter der Woche“. Seite 9

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erstellt am 31.Jul.2016 | 15:51 Uhr

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