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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Der 5. „Holsteiner Pfeil“ forderte eine schlaflose Nacht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ulrich Buchen hat in der Nacht zum Pfingstsonntag kein Auge zugemacht. Nicht, weil der Vorsitzende des Radsport-Teams Malente aufgeregt gewesen wäre. Immerhin organisierte er die Radtourenfahrt (RTF) „Holsteiner Pfeil“ schon zum vierten Mal. Aber dazu gehörte auch, die rund 300 Kilometer der verschiedenen Strecken auszuschildern. Und so war Buchen mit einem Helfer von 19.30 bis 4.30 Uhr unterwegs und brachte etwa 500 orangefarbene Wegweiser an.

Die rund 100 Teilnehmer wussten diese Vorbereitung zu schätzen. Wie Regina Teichmann vom Kieler Radsportverein. Sie nahm das erste Mal an der RTF teil. „Es soll eine wunderschöne Strecke sein“, so ihre Begründung. Welche genau sie nehme, das wollte sie spontan entscheiden – sie schwankte noch zwischen den 90 und den 115 Kilometern.

Insgesamt vier Strecken mit 60, 90, 115 und 160 Kilometern standen zur Wahl. Die meisten Radler entschieden sich für 115 Kilometer über Manhagen und Hohwacht. „Das ist eine gute Kompromisslösung, denn diese Strecke ist nicht zu lang“, erklärte Organisator Buchen. Und auch wenn es sich bei der RTF nicht um ein Radrennen, sondern um eine mehr oder weniger gemütliche Ausfahrt handelte, erwartete Buchen die ersten Fahrer der 160-Kilometer-Strecke nach bereits viereinhalb Stunden wieder an der Malenter Grundschule zurück.

In den vergangenen Jahren hatte die RTF bis zu 420 Teilnehmer. Dass es in diesem Jahr nur rund ein Viertel war, lag laut Buchen nicht nur am Wetter: „Wir hatten schon mehr Teilnehmer bei schlechterem Wetter.“ Aber es habe am Pfingstwochenende zwei Konkurrenzveranstaltungen gegeben.

Eingekauft hatten Buchen und die weiteren Helfer des 21 Mitglieder zählenden Vereins jedoch für sehr viel mehr Radfahrer: fünf Kisten Bananen, 1000 Scheiben Brot, vier Kilogramm Fruchtgummi und 15 Gläser Haselnussaufstrich. Haselnussaufstrich für Rennradler? „Ausdauersportler brauchen viele Kohlehydrate,“ so Buchens Antwort. Unterstützt wurde der Verein bei der Ausgabe der Brote am Verpflegungspunkt in Hohwacht übrigens von vier syrischen Flüchtlingen. „Ich kenne den Sprachlehrer Ulrich Henkel sehr gut und habe einfach nach Hilfe gefragt“, erläuterte Buchen den Grund.

Die gute Verpflegung war für Georg Peine allerdings nicht der Grund, bei der RTF mitzumachen. „Ich bin ein Bewegungsmensch“, schilderte er, weshalb er sich am Pfingstsonntag bereits um 9 Uhr früh auf eine 90-Kilometer lange Radtour aufmachte. Außerdem hatte der Eutiner, der Mitglied im RSC Probstei ist, noch einen weiteren Vorteil ausgemacht: Die Strecke führte durch seine frühere Heimat. „Ich komme sogar an meinem alten Haus vorbei“, freute sich Peine.

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erstellt am 16.Mai.2016 | 13:17 Uhr

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