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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 21:42 Uhr

De Grön-Lüüd – aus alt mach neu

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinsam mit der Landesgartenschau endet auch die Zeit des LGS-Fördervereins; aber jedem Ende wohnt ein Anfang inne

„De Grön-Scherers“ oder „Freundeskreis Grünanlagen“ wollten sie nicht heißen. Mehrheitlich stimmten die Mitglieder des Eutiner Landesgartenschau-Fördervereines unter mehreren Vorschlägen für „De Grön-Lüüd“ als neuen Vereinsnamen. Denn mit dem Ende der LGS gibt es auch den Förderverein nun nicht mehr. „Etwas Wehmut schwingt schon mit“, sagte Vorsitzender Jürgen Bröker-Wolf bei der letzten Jahresversammlung des Vereins. Dabei blickten 16 anwesende Mitglieder nicht nur zurück auf gemeinsame drei Jahre und eine ereignisreiche LGS, sondern planten auch in die Zukunft.

Denn diese geht für die Vereinsglieder weiter – unter neuem Namen, dafür aber mit unvermindertem Antrieb, die Pracht des einstigen Gartenschaugeländes zu erhalten. Sie wollen etwas tun, damit der Bürgerpark auch künftig seinem Namen alle Ehre macht, so viel stand für „De Grön-Lüüd“ fest. Hinrich Tietjen appellierte an seine Mitstreiter: „Ich habe die 159 Tage mit euch gern erlebt. Wir haben den Besuchern das Gesicht der LGS gezeigt. Es muss nicht zu Ende sein, es kann weiter gehen“. Die Vereinsmitglieder stimmten zu, dass Regeln für eine Parkordnung aufgestellt und die Grün- und Spielflächen sauber gehalten werden müssen.

„Ich würde mithelfen, dass im Sommer ein schönes Fest im Seepark für alle Ehrenamtler organisiert wird“, bot Schriftwart Per Köster an. „Und ich würde das Deck schrubben, auf dem sich die Möwen immer verewigen“, schallte es aus dem Teilnehmerraum. Bernd Rubelt, Bauamtsleiter und LGS-Geschäftsführer, freute sich über den Eifer der Vereinsmitglieder: „Auch Dinge, wie das Deckschrubben, dienen der Benutzbarkeit des Parks.“ Die Palette, sich einzubringen, sei breit, erklärte Rubelt. Wer sich etwa für den Küchengarten interessiere, könne dort arbeiten, die Vereine suchten immer Unterstützung. „Die freiwilligen Helfer haben ein Mitspracherecht“, so Rubelt, die Pflanzen und Gerätschaften stelle der Baubetriebshof zur Verfügung. „Sie sind diejenigen, die dafür sorgen, dass es schön wird“, erklärte Rubelt den Anwesenden. Während 16 Baumbeete noch umgerüstet werden müssten, seien die Beete im Seepark „schon jetzt Pflegefälle – dort kann man schon bald anfangen.“

Neben dem Vereinsnamen wählten die Anwesenden einen Vorstand für „De Grön-Lüüd“: Jürgen Bröker-Wolf übernahm ein weiteres Mal den Vorsitz, ebenso wie Wolf Wilder das Amt des Kassenwarts. Hanno Hecht wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Seit zwei Jahren lebt der 38-Jährige in Eutin und hat so die Entwicklung in Stadtbucht und Seepark genau verfolgt: „Ich habe die LGS als Naherholungsgebiet schätzen gelernt. Als es um die Nachnutzung ging, wollte ich mich engagieren“, sagte der Verwaltungsfachangestellte der Polizeidirektion. Bei der Frage, wer sich künftig in Stadtbucht oder Seepark einbringen möchte, war darum für Hecht sofort klar: „Ein Rhododendronbeet im Seepark würde ich gern pflegen. Herr Rubelt hat immer so nett von diesen Beeten gesprochen.“

Auch für andere Beete in Seepark und Stadtbucht fanden sich an diesem Abend schon die ersten Paten. Bernd Rubelt begrüßte die Neu-Organisation des Vereins: „Der Verein muss mit Leben gefüllt werden. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln, denn das nächste Frühjahr steht an.“

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erstellt am 11.Nov.2016 | 19:38 Uhr

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