zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Verwaltungsgericht Schleswig : Dauercamper in Ostholstein müssen Zweitwohnungssteuer zahlen

vom

Insgesamt 26 Camper in Neukirchen an der Ostsee hatten geklagt. Jetzt freut sich die Stadt.

Schleswig/Neukirchen an der Ostsee | Das Verwaltungsgericht Schleswig hat Dauercamper in Neukirchen an der Ostsee zur Zahlung einer Zweitwohnungssteuer verpflichtet. Damit die Steuer fällig wird, genüge ein abgeschlossener Raum mit Sanitäreinrichtungen und Kochgelegenheit, urteilten die Richter. Dies werde bei den komfortabel ausgestatteten Mobilheimen mit 28 und 42 Quadratmetern Größe erfüllt, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag über die zwei zu Ende gegangenen Prozesse (Az 2 A 186/15 und 2 A 179/14).

Für die Gemeinden ist die Steuer ein wichtiger Zuverdienst - viele kleinere Ferienorte in Schleswig-Holstein haben die Steuer in den letzten Jahren überhaupt erst eingeführt.

Insgesamt hatten nach Angaben von Bernd Bruhn, Bürgermeister von Neukirchen, 26 Dauercamper gegen die Steuer geklagt, die die Gemeinde in Ostholstein bereits seit Jahren erhebt. In den zwei Musterverfahren hatten die Camper argumentiert, dass sie die Wohnwagen zumindest prinzipiell noch bewegen könnten und sie nicht winterfest seien. Doch darauf kommt es laut Gericht nicht an.

Bürgermeister Bruhn freute sich über dieses Urteil. „Die Leute vergleichen das immer noch mit einem Campingplatz, doch sie gehören zum Ferienhausgebiet“, sagte Bruhn über die Häuser auf Rädern in dem Urlaubsort, der von der Steuer profitiert. „Das ist ein Problem auch in anderen Städten“, vermutete er. Noch ist die Entscheidung aber nicht rechtskräftig.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2016 | 17:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen