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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

Das Jugendrotkreuz ist nicht nur fit in Erster Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Auch wenn der Regen den Organisatoren des Landeswettbewerbs des Jugendrotkreuzes einen Strich durch die Rechnung machte, dem Enthusiasmus der 13 beteiligten Jugendgruppen aus zehn Kreisen machte es nichts aus. Geplant waren zehn Übungsstationen rund um den Lütjenburger Markt. Aufgrund des regnerischen Wetters wurden diese aufgegeben und der Wettbewerb in das Schulzentrum verlegt.

Teilnehmer aus ganz Schleswig-Holstein im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sowie 17 bis 27 Jahren waren für den Wettbewerb gemeldet, unter ihnen zwei Teams aus Eutin und Malente. Der Kreis Plön selbst hatte seine Teilnahme abgesagt. Ziel des Wettbewerbs war es, den Landesbesten zu ermitteln, der dann am Bundeswettbewerb teilnimmt. Sieger in den Altersgruppen 13 bis 16 Jahren wurde Stormarn, bei den 17- bis 27-jährigen Nordfriedland. Malente belegte Platz drei und die „roten Teufel“ aus Eutin Platz fünf in ihren Gruppen.

„Während des Wettbewerbs müssen die Teilnehmer unter anderem Aufgaben zur ersten Hilfe lösen“, erläuterte Pressesprecher Herrmann Mühlen. Dazu gehörte ein angenommener Autounfall, bei dem ein Pkw in eine Fußgängergruppe gefahren ist und mehrere Personen verletzt hat. Ebenso ein Fensterputzer, der von der Leiter gefallen ist und sich und Passanten verletzt hat, eine Sportverletzung bei einem Fußballspiel und die Behandlung von Verbrennungen, die beim Tauziehen in einem Jugendcamp entstanden sind. „Das sind Situationen, auf die unsere Mitglieder jederzeit stoßen können“, so Mühlen.

Das Jugendrotkreuz ist der Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Er setzt sich ein für soziales Engagement, für Gesundheit und Umwelt, für Frieden und Völkerverständigung und gesellschaftliche Mitverantwortung. Aus diesem Grunde mussten sich die Teilnehmer auch auf ihren Stationen Flüchtlingsfragen stellen: Woher kommen diese, welche Routen haben sie genommen, wie können Jugendrotkreuzler bei ihrer Integration helfen. Aber auch Fragen zur Verkehrssicherheit und zur gesunden Ernährung waren zu beantworten.

Am Abend stand ein von ihnen im Rahmen des Wettbewerbs selbst gestaltetes buntes Bühnenprogramm an. Jede Gruppe musste sich dort irgendwie präsentieren – mit einem Musikstück, Gesang oder einem Sketch. Auch dafür gab es Punkte.

In Schleswig Holstein sind derzeit über 4300 Jugendliche im JRK organisiert. Dabei habe sich auch das Engagement beim JRK in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. „Unsere Mitgliederzahlen steigen zwar nicht mehr so, aber das Engagement hat sich verstärkt“, erklärte Mühlen. Mittlerweise seien beispielsweise 150 Jugendliche aus den Reihen der Flüchtlinge beim JRK aktiv. „Dabei ist der Kreis Ostholstein ein Spitzenreiter. Letztlich wurden durch sie 650 Leute betreut.“ Viele beteiligten sich zudem an einzelnen Projekten, ohne gleich Mitglied im JRK zu werden. „Insofern hat sich unsere Mitgliedschaft geändert“, fasste Mühlen zusammen.

 

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erstellt am 26.Jun.2016 | 12:40 Uhr

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