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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Chefwechsel im Rathaus besiegelt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeister Michael Koch ernannte vor 50 Gästen im Malenter Kursaal gestern Abend Tanja Rönck zu seiner Nachfolgerin

„Danke Malente, gemeinsam schaffen wir das.“ Mit diesen Worten wandte sich Malentes künftige Bürgermeisterin Tanja Rönck gestern Abend an die Gemeindevertretung, die Verwaltung und die rund 50 Gäste im Malenter Kursaal. Tanja Rönck wurde zuvor von Bürgermeister Michael Koch zu seiner Nachfolgerin ernannt und von Bürgervorsteher Rainer Geerdts vereidigt.

Lag es nun an den hochsommerlichen Temperaturen oder einer Gemeindevertretung in Urlaubsstimmung? Die gewichtige Sitzung mit 14 Tagesordnungspunkten dauerte nur 48 Minuten. Höhepunkt war natürlich die Ernennung und Vereidigung von Tanja Rönck, die sich auf die nächsten sechs Jahre als Malenter Bürgermeisterin freute. Besonders dankte sie ihrem Ehemann Andreas: „Ohne ihn würde ich hier heute nicht stehen.“

Offiziell wird Tanja Rönck ihr Amt am kommenden Dienstag (30. August) antreten. „Bis dahin werde ich mit meinem Mann noch einen Kurzurlaub machen“, freute sie sich. Nach dem offiziellen Teil freute sich Tanja Rönck über Blumen und Geschenke der Fraktionen und aus den Zuschauerreihen. Danach gab es einen Sektempfang.

Eine zweite Personalie wurde abgehandelt: Für den am 25. April zurückgetretenen Gemeindevertreter Michael Winkel (Grüne) ist die Listenbewerberin Karin Janusch aus Rachut als neues Mitglied in die Gemeindevertretung nachgerückt.

Was auf Tanja Rönck als neue Bürgermeisterin zukommt, wurde ihr beim Vortrag von Wilfred Knop (FDP) zum ersten Nachtragshaushalt wieder bewusst. Als Vorsitzender des Finanzausschusses vermeldete Knop nämlich „keine Entspannung der ernsten Finanzlage“. Die Deckungslücke habe sich auch durch weniger Einnahmen aus der Gewerbesteuer von knapp 1,8 auf jetzt 2,5 Millionen Euro an Fehlbedarf erhöht. Baumaßnahmen in den Kindergärten der Awo (800  000 Euro) und „Pusteblume“ (150  000 Euro) sorgten für eine Erhöhung der Kreditaufnahme um über 900  000 auf knapp 2 Millionen Euro.

„Von den angeblichen Wohltaten der kommunalen Finanzreform der Landesregierung ist bei uns in Malente bisher nichts angekommen“, klagte Wilfred Knop. Um Malente mit der erforderlichen Wirtschaftsentwicklung, als zeitgemäßen Schulstandort mit bezahlbarem Wohnraum und notwendiger Feuerwehrfahrzeuge erhalten zu können, prognostizierte Knop einen mittelfristigen Fehlbedarf von 5 Millionen Euro.

Ebenso votierten die 26 anwesenden Malenter Gemeindevertreter einstimmig für die Übernahme der Trägerschaft der Spielstube. Wie der OHA bereits ausführlich berichtete, hatte der Ortsverband Malente des Kinderschutzbundes die Gemeinde um Entlassung aus dem bis Sommer 2017 verpflichtenden Vertrag gebeten. Der Kreisverband Ostholstein des Deutschen Kinderschutzbundes sollte und wollte auch als neuer Betreiber des Kindergartens auftreten.

Doch die Kosten des Betriebs des Kindergartens steigen unter diesen Voraussetzungen um knapp 32  000 auf 38  000 Euro, trug der Vorsitzende des Fachausschusses, Helmut Wagner (SPD), vor. Der Ortsverband des Kinderschutzbundes in Malente hatte sich in Nachverhandlungen bereit erklärt, maximal 20  000 Euro des Verlustes aus eigener Tasche zu tragen.  

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erstellt am 25.Aug.2016 | 12:12 Uhr

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