zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 11:09 Uhr

Caron: „Für Eutin wird das keinen Verlust bedeuten“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Dominique Caron soll 2017 neue Intendantin am Theater Hagen werden“ – mit dieser Nachricht endete Montagnacht in Hagen vorerst die lange Suche nach einem Nachfolger für den noch amtierenden Intendanten Norbert Hilchenbach, der in den Ruhestand geht. Doch was heißt das für Eutin und die Eutiner Festspiele?

„Für Eutin wird das keinen Verlust bedeuten. Ich bewerbe mich nicht weg, ich organisiere meine Arbeit neu und freue mich darauf“, sagte Dominique Caron (58) gestern unter dem Vorbehalt, dass der Rat der Stadt Hagen der Empfehlung zustimmt. Die Französin zeigte sich beeindruckt und überrascht, dass ihre Fürsprecher in Hagen auch aus der Politik auf Landesebene kamen. Und auch das Gesellschafter-Team habe sie die ganze Zeit unterstützt in ihrem Streben, eine neue Herausforderung anzugehen. „Ich weiß, dass ich das stemmen kann“, sagte Caron. Auch in Hagen ist man sich sicher, mit Caron die richtige Intendantin gefunden zu haben, die künftig Menschen in das Theater lockt, die sich bisher nicht dafür interessierten, hofft die Hagener Kulturdezernentin Margarita Kaufmann. Caron: „Ich sehe es als meine Aufgabe, Verbindungsglied zwischen allen zu sein, aber mit meiner künstlerischen Handschrift.“

Warum hat sich Dominique Caron jetzt nach Hagen beworben? „Es hat vorher Zeiten gegeben, in denen es in Eutin nicht nur um die künstlerische Arbeit ging und ich auch viel Zeit damit verbracht habe, wichtige Gespräche mit Politik und Stadt zu führen.“ Mittlerweile aber habe sie gemeinsam mit dem Team der Eutiner Festspiele eine zuverlässige Struktur aufgebaut, die ihr erlaube, ihre Aufgabe weiter zu fassen. In der Entfernung von 450 Kilometern sehe sie kein Problem, wichtig sei die gedankliche Nähe zu den Projekten, Vorsingen, Dispositionen oder ähnliches in Vorbereitung für die Sommerspiele könne sie von überall machen. In Eutin sei man bereits jetzt wieder voll in Gange, Mitte Oktober soll ein „fantastisches neues Projekt“ vorgestellt werden, ab 17. Oktober der Kartenvorverkauf für die nächsten Festspiele anlaufen. Ebenso habe sie sich längst ihre Gedanken für die Spielzeit 2017 in Hagen gemacht, „das war auch Thema, als ich mich dort vorgestellt habe“. Caron: „Die Vorbereitungen für 2017/18 sind in meinem Kopf.“ Sei alles in trockenen Tüchern, gehe es für sie darum, alle kennenzulernen – „die Stadt ins Theater zu holen und das Theater wieder in die Stadt zu bringen“. Es gebe dort schon jetzt tolle Kinder-, Jugend- und Integrationsprojekte, die es auszubauen gelte.

Neben Caron gab es nach OHA-Informationen zuletzt zwei weitere Bewerber, keiner davon verfügte jedoch über ihre Führungserfahrung, die CAron in ihren mittlerweile fast 43 Berufsjahren gesammelt hat. Kaufmann: „Uns hat auch beeindruckt, dass sie in Eutin gezeigt hat, dass sie ein Haus aus der Krise führen kann.“

zur Startseite

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 00:24 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen