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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Schönwalde am Bungsberg : Bungsberg: Carstensen schlichtet Streit um Ski-Lift

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach monatelangen Streitgesprächen sorgte Peter Harry Carstensen für eine Einigung zwischen den Landeignern des Bungsberges und der Gemeinde.

Skifahrer und Rodler in Schleswig-Holstein können aufatmen: Die Liftanlage des nördlichsten Skigebiets Deutschlands auf dem Bungsberg scheint bis auf Weiteres vor der Stilllegung bewahrt. Das verkündeten gestern Landrat Reinhard Sager, Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner und Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bei einer Pressekonferenz.

Die Landeigentümer und bisherigen Liftbetreiber Alexandra und Dirk Schnoor hatten angekündigt, den Liftbetrieb aus beruflichen Gründen einzustellen. Monatelang war keine Einigung zwischen der Gemeinde Schönwalde und Familie Schnoor hinsichtlich des künftigen Liftbetriebs in Sicht. Der Zweckverband Bungsberg – bestehend aus dem Kreis Ostholstein und der Gemeinde Schönwalde am Bungsberg – hatte daraufhin im Juli Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen als Vermittler zwischen den erhärteten Fronten eingeladen. „Wir haben sehr offen und ausführlich miteinander gesprochen“, so Carstensen. „Und ich bin sehr froh, dass wir jetzt eine Lösung gefunden haben.“

Auch für die nächsten Jahre kündigte Carstensen die uneingeschränkte Nutzung des Bungsbergs für die Freunde des winterlichen Pistensports an. Für insgesamt fünf Monate, vom 1. November bis 31. März, pachtet der Zweckverband Bungsberg zukünftig von den Landeigentümern die betroffene Fläche des Skigebiets in 168 Metern Höhe. „Es gab auch die Überlegung, die Fläche das ganze Jahr zu pachten“, erklärte Peter Harry Carstensen. Nach EU-Landwirtschafts-Recht sei dies aber nicht möglich gewesen.

Der Schlepplift ebenso wie dessen Einlagerung, der Auf- und Abbau, erklärte Bürgermeister Hans-Alfred Plötner, blieben weiter in der Hand der Gemeinde. Einzig der Betrieb müsse nun noch geklärt werden. Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Reinhard Sager zeigte sich zuversichtlich: „Wir gehen fest davon aus, dass wir jemanden dafür finden werden.“ So könne etwa die Gemeinde Ideen dazu entwickeln, ebenso wie der Liftbetrieb ausgeschrieben werden könne, schlug Sager als Möglichkeiten vor. Peter Harry Carstensen stimmte seinem Vorredner zu: „Ich bin erfreut und überrascht über das, was hier auf dem Bungsberg geschafft wurde. Wenn man das erreicht hat, kriegt man das andere auch hin.“ Mindestens zwei Personen seien für den Betrieb des Schleppliftes erforderlich, mahnte Alexandra Schnoor, die diese Aufgabe gemeinsam mit ihrem Mann in den vergangenen fünf Jahren vion ihrem Schwiegervater übernommen hatte.

Es wäre fatal, mahnte der Peter Harry Carstensen, den Bungsberg nicht zu nutzen. Immerhin sei der höchste Punkt des Landes ein Kleinod für den Tourismus. „Ein Bild, das jeder vom Bungsberg vor Augen hat, ist doch das von Kindern auf Schlitten“, sagte das ehemalige Landesoberhaupt.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 05:30 Uhr

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