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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 21:19 Uhr

„Breitbandausbau in Eutin ist vorbildlich“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU-Bundestagsabgeordneter Ingo Gädechens sieht Eutin auf gutem Weg

Viele Licht und wenig Schatten bargen die Themen eines Gespräches, das der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens gestern Nachmittag im Rathaus mit dem neuen Eutiner Bürgermeister Carsten Behnk, dem Bürgervorsteher Dieter Holst und dem städtischen CDU-Vorsitzenden Bernd Ditscher führte. Gädechens lobte die in Eutin entwickelten Aktivitäten zur Wahrung einer hohen Lebensqualität, die in der Stadt spürbar sei.

In der Tourismusregion Ostholstein gebe es ein Angebot an Veranstaltungen, das in dieser Dichte seinesgleichen suche. Diese Fülle habe sicher dazu beigetragen, dass die Besucherzahlen der Landesgartenschau (LGS) in Eutin bislang nicht die erhoffte Höhe erreicht habe.

Trotzdem werde die LGS die Stadt voranbringen. Davon ist auch Bürgermeister Behnk überzeugt: „Ich habe den Eindruck, dass die Stimmung gut ist und viele Kritiker verstummt sind.“ Und mit der LGS sei gleichsam ein Ruck durch die Stadt gegangen.

Für die nahe Zukunft erhoffe er sich, dass Eutin sein Potenzial als Ausflugsziel für Urlauber wie Einheimische besser nutze und sich seiner Stärken besinne: „Unser Wochenmarkt zum Beispiel ist sehr schön.“ Für viele Eutiner sei das selbstverständlich, für Menschen in der Region ein Grund, am Sonnabend mal in die Stadt zu fahren.

Als landesweit vorbildlich bezeichnete Gädechens den Breitband-Ausbau durch die Eutiner Stadtwerke: Hohenwestedt und Eutin seien „goldene Vorreiter“. Auch das, ergänzte Behnk, sei wichtig für die Lebensqualität in der Stadt, für den Tourismus und bei der Ansiedlung neuer Unternehmen.

Auf der für Gädechens bereitgehaltenen Wunschliste an die Bundespolitik standen Geld für zwei Bereiche ganz oben: Inklusion und Kosten für leer stehenden Wohnraum. Bei den beruflichen Schulen des Kreises kosteten Bauprojekte, mit denen die gesetzlich geforderte Inklusion möglich werde, rund zwei Millionen Euro, sagte Behnk. Angesichts dieser Erfahrung sehe er auch auf die Stadt Eutin erhebliche Kosten zukommen. „Die Inklusion ist vom Gesetzgeber gewollt und auch gut, es könnte uns allerdings überfordern.“

Ein Förderprogramm für Inklusionsmaßnahmen an Schulen sei dabei vielleicht durch Umschichtung machbar: Für die Integration von Flüchtlingen seien teilweise mehrfach Programme aufgelegt worden, bei denen mit Sicherheit Geld übrig geblieben sei.

Hilfe erhofften sich die Kommunen aber bei Ausgaben für Wohnraum, der angesichts der prognostizierten Flüchtlingszahlen angemietet worden war, aber nun leer steht. Mietkosten kriegen die Kommunen nur für belegten Wohnraum erstattet. Beide Anliegen wolle er in Berlin ansprechen, sagte Gädechens.

Der Abgeordnete ist zurzeit im Wahlkreis unterwegs. Vor dem Rathaus besuchte er den Eutiner Pflegestützpunkt. Das System einer unabhängigen Beratung, die von Land, Kreisen und Pflegekassen finanziert werde, habe sich bewährt, urteilte Gädechens. Und die in Eutin, Bad Schwartau und Oldenburg tätigen Beraterinnen leisteten eine gute Arbeit. Gut finde er die Idee der Pflegestützpunkte, Tourismus-Anbieter über ambulante Betreuungsmöglichkeiten für Urlauber zu informieren, damit auch Urlaubsgäste gewonnen werden könnten, die vielleicht auf diese Dienstleistung angewiesen seien.

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erstellt am 30.Aug.2016 | 11:31 Uhr

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