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Ostholsteiner Anzeiger

24. September 2016 | 22:54 Uhr

Brand zerstört Schnell-Imbiss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Feuer in Schnell-Imbiss am Holstenplatz sorgt für dichten Qualm / Innenstadt-Besucher strömen wegen Kälte in Einkaufszentren

Als die Sirenen der Feuerwehr ertönen, sind viele Besucher bereits auf dem Weg zum Sonntags-Shopping in der Innenstadt: Gegen halb eins sorgt ein Brand in einem Schnell-Imbiss am Holstenplatz für Aufregung. Dichter Qualm zieht vom „Grill-Maxx“ schnell Richtung Fußgängerzone und die Andreas-Gayk-Straße. Der Brand, ausgelöst durch eine Fritteuse, überschattet den Start des verkaufsoffenen Sonntags. Zum Glück kann die Feuerwehr Entwarnung geben – keine Verletzten.

Imbiss-Mitarbeiter Ferhad Sahiner steht hinter einem Streifenwagen, beobachtet die 25 Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten. Er zittert. Eine Frau legt ihm eine Decke um die Schultern, als er berichtet. Um zehn Uhr am Morgen habe er das Schnell-Restaurant geöffnet, erzählt Sahiner. Fünf, sechs Gäste waren im Imbiss, als die Fritteuse plötzlich zu qualmen begann und Flammen züngelten. „Wir haben einen Feuerlöscher. Aber in Panik wussten wir nicht was wir tun sollten. Erst mal mussten die Kunden raus.“ Der Chef eilte herbei.

Rahmi Bagdat sieht nun, wie Feuerwehrmänner unter Atemschutz sein Schnell-Restaurant betreten, wie der Qualm langsam abnimmt. Die Polizei bittet Schaulustige zurückzutreten: „Es befinden sich Propangasflaschen im Gebäude“, warnt ein Beamter. Eine Explosionsgefahr ist in solchen Fällen nicht auszuschließen, im „Grill-Maxx“ aber schnell gebannt, wie Feuerwehr-Einsatzleiter Bernd Werry später erklärt. Die Löscharbeiten gestalten sich schwieriger. Mit Spitzhacke und Motorsäge müssen zwei Kräfte aufs Dach, um die Verkleidung zu lösen und an versteckte Glutnester zu gelangen.

Das Schnell-Restaurant ist vor allem im Küchenbereich zerstört. Verrußt, Kabel hängen herunter, Trümmer liegen auf dem Boden. „Ich habe den Imbiss vor 15 Jahren gegründet. Den Brand zu sehen, tut richtig weh“, sagt Betreiber Bagdat. Noch weiß er nicht, wie es dort weitergehen wird. Doch der benachbarte Imbiss am Europaplatz, den er ebenfalls betreibt, soll öffnen. Klar, dass Bagdat auf Umsatz hofft, am ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres, so kurz nach Weihnachten.

Am späten Mittag sind, wohl wegen des kalten Ostwinds, noch nicht viele Besucher in der Holstenstraße. Später füllt sie sich „wie an einem guten Wochentag“, so Johannes Hesse von Kiel-Marketing. Er geht von 30  000 Gästen aus, ist „positiv überrascht“. Viele habe es ins Warme in die Einkaufszentren gezogen. Sophie Dukat vom „Sophienhof“ bestätigt das: „Die Kunden-Frequenz war wie erwartet. Das Center war schon um 13 Uhr voll.“ Besonders Outdoor-Ware und Reduziertes aus dem Winter-Sortiment sei gefragt gewesen. Der nächste verkaufsoffene Sonntag ist am 6. März zum „Kieler Umschlag“.

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erstellt am 04.Jan.2016 | 00:32 Uhr

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