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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 07:20 Uhr

Eutin : Bolz: „Es hängt mein Herz daran“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stephanie Bolz sucht Ehrenamtler für den Küchengarten. Viele Akteure wollen weitermachen und das Bildungsprogramm soll fortgeführt werden.

Als Stephanie Bolz im März vor zwei Jahren zum Team der Landesgartenschau kam, gab es noch keine konkreten Pläne für die Küchengarten. Heute sagt die Landschaftsplanerin mit Stolz: „Es ist toll, so etwas geschaffen zu haben. Das ist schon wirklich einmalig.“ Umso wichtiger ist ihr, dass der Küchengarten auch nach Toresschluss der Landesgartenschau so erhalten bleibt, wie Touristen und Eutiner ihn in den vergangenen rund 140 Tagen erleben konnten.

Mehr als 400 engagierte Privatpersonen haben während der Landesgartenschau dafür gesorgt, dass der „neue“ Küchengarten im Herzen eines der bedeutendsten Gartenkunstwerke des Landes wieder mit Leben gefüllt wird, schätzt Stephanie Bolz.

„Das Projekt ist mir sehr ans Herz gewachsen und umso größer ist mein Wunsch, dass es hier so weitergeht“, sagt Bolz. Das langfristige Ziel der LGS: den Küchengarten auch nach der Gartenschau in seiner jetzigen Vielfalt und auch als Lernort für Kinder zu erhalten. Für dieses Ziel sind enge Absprachen mit allen Küchengarten-Akteuren notwendig, ebenso wie ehrenamtliches Engagement. Bolz sieht sich jetzt in der Verantwortung als Schnittstelle zwischen interessierten, gartenbegeisterten Menschen und den Akteuren, die sich derzeit verantwortlich zeichnen. Wer sich für das weitere Gedeihen des Küchengartens einsetzen möchte, kann sich bei ihr melden (04521/7648982 oder s.bolz@eutin-2016.de).

Stephanie Bolz stellt sich gern selbst in den Schatten, dabei hat sie mit der Landschaftsarchitektin Katrin Franzen die historischen Pflanzlisten der Obst- und Gemüsesorten durchgestöbert, um zu schauen, was es heute davon noch gibt. Beiden ist es zu verdanken, dass die viel bewunderten Kesselbäume im Küchengarten Beete mit historischen Obst- und Gemüsesorten rahmen. Auch der Hildegard-von-Bingen-Garten war eine Leidenschaft von Bolz, für deren Realisierung sie lange gekämpft hat. Auf die Idee sei sie durch Elke Kiefer gekommen, die Feuer und Flamme für die Sache war. Gemeinsam mit Monika Obieray von den Grünen hat Elke Kiefer die Interessengemeinschaft zu Gunsten des Hildegard-von-Bingen-Gartens gegründet, die weiter stetig wachse und es auch nach der LGS schaffen werde.

Alle Akteure vom Kleingartenverein bis zum Imker – und das freut Bolz – haben Bereitschaft signalisiert, weitermachen zu wollen. Noch sei das Trägerkonstrukt nicht klar, aber dass es weitergeht, daran lässt Bolz keine Zweifel. „Auch meine Bereitschaft ist sehr groß, hier weiterzuarbeiten“, sagt sie, „das wissen auch die Beteiligten“.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 00:00 Uhr

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