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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Bildung als Dreh- und Angelpunkt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Grund– und Gemeinschaftsschule Pönitz weiht neue Fachräume ein / Fast sieben Millionen Euro verbaut / Staatssekretär zu Besuch

Der Baulärm hat ein Ende: Gestern hat die Grund– und Gemeinschaftsschule Pönitz den letzten Bauabschnitt eingeweiht. Für 2,86 Millionen Euro wurde der Fachraumtrakt renoviert und neu ausgestattet. Tageslichtgesteuerte LED-Beleuchtung, Akustikdecken, neue Be- und Entlüftungssysteme gehören zu den Raffinessen der Fachräume. Drei voll ausgestattete Räume kann die Schule jetzt den zurzeit 655 Schülern für Biologie, Chemie und Physik bereitstellen. Dazu kommen ein Informatikraum, zwei Räume für Kunst und Verbraucherbildung, zwei Technikräume mit Werkbänken, Maschinen und Werkzeugen. „Highlight sind sicherlich die Räume für die Bereiche ,Musik’ und ,Gestalten’ mit besonderen Keyboardtischen, Übungsbühnen und eigenem Tonstudio“, sagte Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, in seiner Rede zur Einweihung.

Die Investition in die Schule ist für die Gemeinde eine langfristige Herzensangelegenheit. Bereits Ende der 1990er Jahre wurde mit der Renovierung der Schule begonnen, blickte Owerien zurück. Neue Baugebiete brachten der Gemeinde viele junge Familien. Damit schnellten auch die Schülerzahlen in die Höhe: Von rund 450 Ende der 1990er Jahre auf 680 Schüler im Jahr 2010. Rund 300 Kinder und Jugendliche kommen aus anderen Gemeinden – der „Masterplan zur Standortsicherung der Binnenlandschule“, so Owerien, zeigt somit bis heute Wirkung.

Rund sieben Millionen Euro sind – inklusive der nun eingeweihten Fachräume – investiert worden. „Sicherlich ganz erhebliche Beträge. Aber eine Investition in die Zukunft“, sagte Owerien den zahlreichen Festgästen, darunter die Landtagsabgeordneten Sandra Redmann (SPD) und Hartmut Hammerich (CDU), Kreispräsident Ullrich Rüder und Mitglieder der Gemeindevertretung.

Noch vor der Feierstunde ließ sich Dirk Loßack, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Berufsbildung, von Schulleiter Peter Schultalbers die neuen Fachräume zeigen. Dabei lobte Loßack den politischen und finanziellen Rückhalt der Gemeinde als Schulträger.

Loßack sprach außerdem mit Schülern über einen weiteren Punkt, mit dem die Pönitzer Schule glänzen kann: Als „digitale Modellschule“ wird hier der Einsatz moderner Kommunikationsmittel im Schulunterricht vom Land gefördert. 20 derartige Modellschulen gibt es in Schleswig-Holstein, für alle stehen 200  000 Euro Budget zur Verfügung. „Das Internet hat das Lernen verändert“, sagten die Schüler. Das Projekt zeige, dass neue Medien nicht nur „hip“, sondern auch nützlich seien. „Digitale Medien sind aber kein Selbstzweck. Sie müssen das Lernen verbessern“, sagte Loßack. Deshalb seien Pilotschulen wie die in Pönitz so wichtig – „andere Schulen können von Pönitz lernen“, so Loßack. Und dazu zählte der Bildungsstaatssekretär auch den sensiblen Umgang mit Internet und Co. – Stichwort Datenschutz, Cyber-Mobbing und Drohungen. Im nächsten Haushaltsjahr seien 500  000 Euro und ein neuer Wettbewerb für weitere Modellschulen eingeplant. Damit auch dort Bildung zum Dreh- und Angelpunkt wird wie in Pönitz.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 12:58 Uhr

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