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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 15:12 Uhr

Besucher kritisieren die LGS-Gastronomie

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Geschlossene Eiswagen und Bistro: „Wir haben ein Personalproblem“

Sonne, gut besuchte Blumenschau mit vollen Spielplätzen und Eis – Fehlanzeige, zumindest was das Eis angeht. An diesem Wochenende blieb der Eiswagen am Schloss die meiste Zeit geschlossen. Ein Hinweis am heruntergeklappten Eiswagen, dass es für etwas mehr Geld Kugel- statt Stieleis in der Gastronomie am Schloss gibt, fehlte.

Enttäuschte Besucher gab es auch im Seepark. Das Bistro direkt neben Arche und Strandkörben war den ganzen Tag geschlossen; die Gastronomie in der Stadtbucht ab 18 Uhr.

LGS-Geschäftsführer Martin Klehs versteht die Beschwerden der Besucher und kennt das Problem. „Wir sind mit dem Caterer in ständigem Austausch, können aber auch nicht mehr tun, als ihm die Hinweise zu geben und zu fordern, schnell darauf zu reagieren.“ Und: „Der Markt für Komplettanbieter solcher Veranstaltungen ist begrenzt, das haben wir schon bei der Ausschreibung gemerkt.“

Das Problem an diesem Wochenende sei ein besonderes gewesen, rechtfertigt der für Eutin zuständige Leiter von Polster-Catering: „Um neun war Dienstbeginn und zehn nach neun hatte ich vier Krankmeldungen für diesen Tag.“ Es sei unheimlich schwierig, geeignetes Personal zu finden, zu hoch die Fluktuation gerade im Minijob-Basis-Bereich, das hauptsächlich an den Eiswagen tätig ist.

Leiter Andreas Hellmund: „Wir hatten an diesem Wochenende die Festspiele, den Lichterglanz und zusätzlich das normale LGS-Geschäft. Da reißen vier Ausfälle eine enorme Lücke, die ich so schnell nicht füllen kann.“ Klar habe er, so Hellmund, einen Pool an Aushilfspersonal, aber das seien hauptsächlich Schüler aus der Region, die nicht immer spontan könnten. „Wir sind wirklich froh über jeden, der sich meldet und mitarbeiten will.“ Er versuche zu schieben, teilweise werde sogar unter den LGS-Standorten getauscht, doch auch das sei problematisch bei den Entfernungen zueinander.

Während Unternehmer oder Empfangsgesellschaften wie kürzlich bei der Verabschiedung des Bürgermeisters das LGS-Catering loben, kritisieren LGS-Besucher Preisgestaltung, Qualität des Essens und Auswahl der Speisen – nicht nur in Eutin, sondern auch bei den beiden anderen Gartenschauen, die Polster-Catering in diesem Jahr versorgt. Darauf angesprochen, antwortet Hellmund: „Wir sind bestrebt, unser Angebot hin und wieder zu wechseln, aber auch das ist schwierig. An heißen Tagen trinken die Menschen fast nur.“

Die Preisgestaltung sei für eine Landesgartenschau normal. „Die Menschen sehen immer nicht, welch’ logistischer Aufwand damit verbunden ist. Aber unsere Uhr läuft ab dem Tag, wo wir auf dem Gelände aktiv sind, bis zum November, wenn die LGS-Tore längst zu sind und wir abbauen“, sagt Hellmund. Der Zeitraum dazwischen, alles finanziell zu erwirtschaften, sei nicht groß.

Wie läuft das Geschäft für den Caterer? Hellmund: „Anfangs war ich verhalten optimistisch, aber jetzt fällt mir das langsam schwer. Die Besucherzahlen könnten auch bei uns deutlich besser sein. Ich hoffe, dass das Geschäft Ende August wieder anzieht.“

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erstellt am 03.Aug.2016 | 00:42 Uhr

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