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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 18:54 Uhr

Bernstein will engagiert kämpfen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

467 CDU-Mitglieder kamen sogar mit Bussen zur Wahlkreisversammlung in die Uttoxeterhalle nach Schwentinental

Melanie Bernstein aus Wahlstedt sorgte auf der CDU-Wahlkreisversammlung am Freitag in der Uttoxeterhalle für eine faustdicke Überraschung: Die 40-jährige Geschäftsführerin der CDU in Neumünster siegte in der Stichwahl über den Vorsitzenden der CDU im Kreis Plön, Werner Kalinka aus Dobersdorf. Sie wird in fast genau einem Jahr als CDU-Bewerberin im Wahlkreis 6 Plön-Neumünster für den Bundestag kandidieren.

Mit 229 Stimmen verfehlte Melanie Bernstein schon im ersten Wahlgang nur knapp die absolute Mehrheit. Werner Kalinka kam auf 191 Stimmen. Im zweiten Wahlgang baute Bernstein ihre Führung auf 266 Stimmen aus und hängte Kalinka mit 196 Stimmen überraschend deutlich ab. Zwei weitere Bewerber aus Neumünster, Dirk-Justus Hentschels (15 Stimmen) und Babett Schwede-Oldehus (23 Stimmen) blieben schon im ersten Wahlgang auf der Strecke.

Über 460 CDU-Mitglieder aus dem Kreis Plön (etwa 360), aus Neumünster (etwa 75) sowie Rickling und Boostedt im Kreis Segeberg (28) waren in die Uttoxeterhalle gekommen, um einen Nachfolger für den nicht wieder kandidierenden Philipp Murmann zu wählen. Vor der Halle standen sogar mehrere große Busse.

„Ich weiß, wie die CDU funktioniert, tickt und zusammenhält“, sagte Bernstein, verheiratete Mutter zweier Kinder aus Wahlstedt, in ihrer Vorstellung vor den CDU-Mitgliedern. Die Landesgeschäftsführung der Jungen Union, die Geschäftsführung der CDU in Neumünster aber auch die Leitung der Wahlkreisbüros von vier Bundestagabgeordneten zählten zu ihren bisherigen Tätigkeiten.

Wahlkreisarbeit habe für sie große Bedeutung, denn: „Ich will die Region nach vorn bringen.“ Wahlkreisarbeit sei mehr als nur ab und an mal einen Infobrief zu versenden, sagte sie. Bernstein wolle sich leidenschaftlich um ihren Wahlkreis kümmern. Sie stehe für mehr Geld für Sicherheit, die Wiedereinführung der Wehrpflicht und ein Leben ohne Angst. Flüchtlinge sollten nur bleiben, wenn sie sich in die Gemeinschaft integrierten.

Der 64-jährige Werner Kalinka sagte: „Man ist so jung, wie man sich fühlt.“ Er wolle mit seiner politischen Erfahrung ein guter Anwalt für die Interessen der Region und der Anliegen der Menschen sein. Die Erklärung des Verzichts Murmanns auf eine erneute Kandidatur für den Bundestag sei für Kalinka eine „neue Lage“ gewesen. So habe er sich trotz des bereits erhaltenen Mitgliedervotums für eine Landtagskandidatur entschieden, sich nun für eine Bundestagskandidatur zu bewerben. Seine Erfahrung und seine Kompetenz würden für eine Kandidatur und ein Mandat kein Nachteil sein. Doch es reichte nicht. Kalinka kündigte schon vor dem Ergebnis an, sich im Falle einer Niederlage wieder auf seine Kandidatur für den Landtag zu konzentrieren.  

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erstellt am 14.Okt.2016 | 23:01 Uhr

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