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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:36 Uhr

Röbel: : Baustopp in Röbel: Angebote zu teuer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Gemeinde Süsel hat die Ausschreibung für ein neues Feuerwehrhaus wegen „schwerwiegender Gründe“ wieder aufgehoben

In der seit vier Jahren laufenden Vorgeschichte für den Bau eines neuen Feuerwehrhaus in Röbel ist ein weiteres Kapitel aufgeschlagen worden: Statt des offiziellen ersten Spatenstiches hat es in den vergangenen Tagen einen überraschenden Baustopp gegeben. Die Gemeindevertretung hat die Ausschreibung aufgehoben, weil die Angebote in allen Gewerken über den erwarteten Summen gelegen haben.

Nach Auskunft von Susanne Bötticher-Meyners (SPD), der Vorsitzenden des Finanzausschusses, ist eine Sitzung abgesagt worden, die für die Vergabe der Aufträge an Firmen zum Bau des Feuerwehrhauses angesetzt worden war. „Wir haben die Ausschreibung nach Paragraf 17 der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, kurz VOB-A, wegen ,schwerwiegender Gründe‘ aufgehoben. Als solche Gründe gelten erhebliche Überschreitungen der kalkulierten Bausummen“, erläuterte die Ausschuss-Vorsitzende dem OHA, die selbst nicht sagen wollte, wie sehr die Angebote über den Kalkulationen des Architekten lagen.

Die Gemeinde hatte mit Kosten von 660  000 Euro kalkuliert, von denen das Land mit einer Sonderbedarfszuweisung 410  000 Euro übernehmen wollte. Die Bausumme ist, wie der OHA aus zuverlässiger Quelle erfuhr, um etwa 100  000 Euro überschritten worden.

Es werde nun eine neue Ausschreibung mit verlängerter Frist geben, schilderte Susanne Bötticher-Meyners das Prozedere. Mit einer zeitlichen Verschiebung in den Winter hinein steige vielleicht die Chance, dass die aktuelle Hochkonjunktur für das Baugewerbe etwas abflaue und damit auch die Preise wieder sänken. Ein Baubeginn des Feuerwehrhauses noch in diesem Winter sei nicht ausgeschlossen, es hänge im wesentlichen vom Wetter ab.

Eingerichtet ist die Baustelle bereits: Die vor über 25 Jahren am Ortsrand angelegte Streuobstwiese ist verschwunden. Eine neue soll in Zarnekau hinter dem Fußballplatz in Richtung Griebel angelegt werden. Sechs Obstbäume aus Röbel sind nach Zarnekau verpflanzt worden. Auf dem Grundstück, auf dem das neue Sprüttenhus in direkter Nachbarschaft zum alten entstehen soll, ist unterdes der Untergrund mit Sand vorbereitet worden.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 12:30 Uhr

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