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Ostholsteiner Anzeiger

23. Juli 2014 | 20:04 Uhr

Zu viele Wohnungen : Baupläne in Fissau stoßen auf Bedenken

vom

Nein zu 18 Wohnungen an der Sielbecker Landstraße

Eutin-Fissau | Die Bedenken, die der Fissauer Dorfvorstand jüngst in städtischen Gremien gegen Baupläne an der Sielbecker Landstraße geäußert hat, werden im Ort geteilt. Drei Gebäude mit 18 Wohnungen auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle seien zu viel. Das passe nicht zur Struktur von Fissau, stellte Dorfvorsteherin Brigitte Tiesch am Dienstag in einer Dorfschaftsversammlung fest.

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Aus der Reihe der knapp 40 Anwesenden im Gasthaus "Wittenburg" wurde für diese Haltung nur Zustimmung geäußert. Es sei typisch, dass Bauherren einen Antrag mit Maximalforderung stellten, sagte Ralf Scherbarth, selbst jahrelang Dorfvorsteher, aus seiner Erfahrung. Diese Forderungen würden dann in der Regel im Bauleitverfahren auf ein passendes Maß gestutzt.

Die durch den Abriss der Tankstelle entstandene Baulücke sei ohnehin in einem problematischen Bereich, hieß es aus der Dorfschaft weiter, da auf der gegenüber liegenden Seite häufig Fahrzeuge auf dem Seitenstreifen parkten. Die schränkten gemeinsam mit Bäumen die Sicht auf die Sielbecker Landstraße ein, wenn man als Autofahrer von der Dorfstraße nach links Richtung Eutin fahren wolle. Dieses Problem sei kürzlich auch bei einer Ortsbegehung mit Vertretern des Rathauses angesprochen worden, ergänzte die Dorfvorsteherin.

Zum Streitobjekt geriet in der Versammlung die Leonhard-Boldt-Straße, nachdem Ralf Scherbarth auf die Sanierungsnotwendigkeit hingewiesen hatte. Ein Anwohner beklagte, dass die Straße als Abkürzung zwischen Sielbecker und Malenter Landstraße genutzt werde. Die zur Verkehrsberuhigung eingebauten Engpässe seien wirkungslos. "Wenn man die vorgeschriebenen 30 fährt, ist der Fahrbahnzustand ausreichend." Tatsächlich werde aber schneller gefahren.

Man könne auf eine Sanierung der Straße nicht verzichten, betonte Heinz Lange. Der FWE-Stadtvertreter kündigte eine entsprechende Initiative seiner Fraktion an, wobei sich ein Ausbau und der Einsatz von wirksamen Mitteln der Verkehrsberuhigung nicht ausschlössen. Allerdings müssten sich Anwohner an den Kosten beteiligen.

In der gut einstündigen Versammlung wurde in Anwesenheit von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz und Bauamtsleiter Bernd Rubelt eine Reihe weiterer neuralgischer Punkte an Straßen und Gehwegen angesprochen. Grundsätzlich sei das Miteinander mit Rathaus und Politik besser geworden, sagte Tiesch. "Trotzdem muss auch weiterhin daran gearbeitet werden, das wir rechtzeitig, das heißt nicht erst durch die Tagesordnung der Ausschüsse, über Neuerungen für oder in Fissau informiert werden. Es ist für uns schwierig, im Nachherein

unsere Interessen zu vertreten."

von Achim Krauskopf
erstellt am 09.Aug.2012 | 08:02 Uhr

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