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Ostholsteiner Anzeiger

20. Februar 2017 | 02:48 Uhr

Bauernmarkt: Herbstgenüsse bei Sommerwetter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Den Ehrenamtlern hinter dem Grill des Hegeringes war es ein wenig zu warm. Die Besucher des 21. Malenter Bauernmarktes aber genossen die Sonne (besser gesagt den Schatten) in der Sebastian-Kneipp-Straße. Tausende waren gekommen und saßen auf den Bänken vor der Tews-Kate oder schlenderten an den Ständen entlang.

Einer dieser Stände war der des Verschönerungsvereins Neversfelde. „Wir sind bereits seit 21 Jahren dabei“, schilderte Renate Fasse. Im Angebot hatte der Verein selbst gekochte Marmeladen, Liköre, selbst genähte Taschen und handgemachte Türkränze. Zwei Wochen lang hatten die Vereinsmitglieder dafür gebastelt und gewerkelt. Ganz neu in diesem Jahr waren mit Schneckenhäusern besetzte Kränze. „Dafür haben sich zwar viele Leute interessiert, aber gekauft hat bisher noch keiner einen“, berichtete Fasse ein wenig enttäuscht. Und dabei seien die Schnecken doch schon längst ausgezogen, versicherte ihre Vereinskameradin Petra Griep.

Angst vor Schnecken brauchte am Stand von „Futura Baltica“ niemand zu haben. Obwohl denen der frisch gepresste Apfelsaft bestimmt auch geschmeckt hätte. Einen ganzen Anhänger voller Äpfel hatte der Verein mitgebracht, insgesamt 800 Kilogramm. „Im vergangenen Jahr sind wir mit der Menge genau hingekommen“, erzählte Ulrike Behrens. Aber in diesem Jahr waren bereits am Samstagnachmittag mehr als die Hälfte der Äpfel verarbeitet. „Da müssen wir wohl noch welche pflücken“, so Behrens. Freuen dürfte das die Tiere im Malenter Wildpark, denn die bekommen den übrig gebliebenen Trester.

Ob von den vielen Holzscheiben am Stand des Waldkindergartens welche übrig bleiben werden, konnte Asmus Grimm nicht sagen. Gesägt hatten die Mitglieder der Elterninitiative die Scheiben und auch die unzähligen Kronkorken hatten die Eltern gespendet. Alles nur, damit die Kinder mit Feuereifer mit Nägeln und Wolle kleine Kunstwerke daraus basteln konnten. „Wir sind seit zehn Jahren dabei und die Holzscheiben kommen immer gut an.“ Weniger Anklang fand in diesem Jahr hingegen das Stockbrot. „Direkt am Feuer ist es den Leuten einfach zu warm“, so Grimms Vermutung.

Doch nicht alle Besucher ließen sich von den sommerlichen Temperaturen von den herbstlichen Genüssen abhalten. Die deftige Erbsensuppe fand ebenso ihre Abnehmer wie die kuscheligen Wollsocken. „Der nächste Winter kommt bestimmt“, so die Erklärung der Käuferin.

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erstellt am 11.Sep.2016 | 15:54 Uhr

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