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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 12:58 Uhr

Eutin : Bauausschuss lehnt den ZOB-Entwurf ab

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Umbau verschiebt sich: Planer wird mit zahlreichen Fragen nach Hause geschickt.

Unstimmigkeiten und zu viele offene Fragen machten eine Abstimmung über den vorgelegten Entwurf des neuen ZOB für die meisten Mitglieder des Bauausschusses am Mittwochabend unmöglich. Als seitens der Verwaltung auf mögliche Probleme mit dem Fördergeber und einen zu großen Zeitverlust hingewiesen wurde, versuchte Ausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne) die Abstimmung zu forcieren – und kassierte die Rechnung: acht Nein- und zwei Ja-Stimmen (beide Grüne). Abgelehnt.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt zeigte sich von der Wendung und der angestoßenen Diskussion der Ausschussmitglieder überrascht: „Die Planungen lagen weit mehr als ein Jahr vor. Den Förderantrag für die Gesamtmaßnahme haben wir im Januar 2015 gestellt.“ Auch in der vergangenen Mai-Sitzung sei nicht so intensiv zu dem Thema diskutiert worden, wie heute, dabei habe sich an den Planungen vom ersten Entwurf nichts verändert, so der Planer Philipp Haggeney. Der Platz des neuen ZOB sei für sechs normale und zwei Gelenkbusse ausgelegt, die um eine Mittelinsel von rund acht Meter Breite herum parken und unabhängig voneinander losfahren können. Die Fußgänger gelangen über einen abgesenkten Bordstein zur sogenannten Mittelinsel. Um die etwa 60 Meter lange Konstruktion samt ausreichend Platz für die Busse zum Lenken zu realisieren, müssen die beiden Häuser zwischen Parkplatz und altem ZOB in der Heinrich-Westphal-Straße abgerissen werden. Das Dach, das einen Teil der Wartezone in mehr als vier Meter Höhe überdecken soll, wird nach aktuellem Ausschussbeschluss kein Gründach, könne aber aus Glas oder Metall sein, so Haggeney.

Die Diskussion im Ausschuss gipfelte in der Frage nach dem „Warum“. „Wenn wir jetzt so viele Haltestellen haben wie nach dem Umbau, warum reißen wir dann zwei intakte Häuser ab“, wollten Kathrin Pitzner (CDU) und Jackie Meyer (FDP) wissen. Es sei erklärtes Ziel des Stadtentwicklungskonzeptes, den ZOB auf die Stadtseite zu legen und eine platzähnliche Fläche für „die bessere Auffindbarkeit der Innenstadt“ zu schaffen, erklärte Karen Dyck vom Bauamt. Die ersten Konsequenzen der Verschiebung: höhere Kosten und späterer Baubeginn. Auch die Zuständigkeit des Stadtentwicklungsausschusses wurde thematisiert. Seite 3

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erstellt am 08.Jul.2016 | 00:09 Uhr

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