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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 05:43 Uhr

Schönwalde am Bungsberg : Bäume auf dem Gipfel?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eigentümer des höchsten Hügels haben einen Antrag auf Aufforstung gestellt.

Der höchste Punkt des Landes ermöglicht einen weiten Blick in die Holsteinische Schweiz. Das könnte in einigen Jahren nicht mehr möglich sein: Die Eigentümer wollen den Hügel des Bungsberges bewalden.

Der Antrag der Familie Schnoor auf Aufforstung war Donnerstag Thema in der Gemeindevertretung Schönwalde, die sollte zu dem Aufforstungsbegehr eine Stellungnahme abgeben. In nichtöffentlicher Behandlung des Themas wurde, wie anschließend bekannt gegeben wurde, gegen eine Aufforstung gestimmt.

Als Begründung dient Paragraph 10 des Landeswaldgesetzes, wonach eine Erstaufforstung abgelehnt werden kann, wenn ihr ein überwiegendes öffentliches Interesse entgegensteht. Dieses Interesse sahen die Kommunalpolitiker in der kulturellen Bedeutung des Bungsberges als höchster Erhebung des Landes. Zuschauer der Sitzung reagierten auf den Beschluss spontan: „Das kommt ja einer Enteignung gleich.“

Alexandra Schnoor von der Eigentümerfamilie bestätigte dem Ostholsteiner Anzeiger die Pläne zur Aufforstung des Geländes, das mit Ausnahme eines Fußpfades und der eingezäunten Kuppe zu den Ländereien des Bauernhofes Schnoor gehört. Bei den Weiden handele es sich schließlich um Privatbesitz, sagte Schnoor. Zum einen würden für den Bau der Fehmarnbeltquerung umfangreiche Ausgleichsflächen gesucht, zum anderen habe Schleswig-Holstein nicht genug Wald.

Schnoor sagte weiter, dass der Gemeinde offenbar der Erhalt der Bergkuppe als Ski- und Rodelgelände gleichgültig sei. Anders könne sie die Tatsache nicht interpretieren, dass die Kommune seit Monaten kein Gespräch mit der Familie über die Zukunft des Berges und des Skiliftes gesucht habe. Seite 5

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erstellt am 16.Jul.2016 | 04:00 Uhr

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