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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 10:52 Uhr

Auto abmelden nur noch beim Kreis Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgernahe Regelung mit einigen Kommunen im Kreis Plön wird nicht verlängert

Behördliche Notwendigkeit oder doch nur ein Schildbürgerstreich? Autofahrer im Kreis Plön werden sich jedenfalls zum Jahreswechsel umstellen müssen. Wer bislang sein Auto stilllegen wollte, brauchte nur mit seinen Papieren in die für ihn zuständige Amts- oder Stadtverwaltung gehen, um den „Papierkram“ dort zu erledigen. Nach Informationen des Ostholsteiner Anzeigers wird dies ab Januar nicht mehr möglich sein. Dann müssen die Autofahrer mit einem Wagen (oder dem Bus) zur Kfz-Zulassung nach Plön fahren, um dort die Formalitäten zu erledigen. Denn nur noch da wird dies möglich sein.

Das bestätigte dem OHA auf Nachfrage ein Sprecher des Kreises Plön. „Bisher kann die Stilllegung von Kraftfahrzeugen im Kreis Plön auch … am Wohnort erfolgen“, heißt es in einer Antwort. „Dies ist deshalb möglich, da ein entsprechender gemeinsamer Vertrag zur Aufgabenübertragung geschlossen wurde.“ Dieser Vertrag aber läuft zum Jahresende aus und kann nicht verlängert werden. „Das hat zur Folge, dass ab dem 1. Januar 2017 die Stilllegung von Kfz nur noch bei einer (beliebigen) Zulassungsbehörde erfolgen kann“, so der Kreis weiter. Zuletzt wurden jährlich rund 2000 Kfz-Abmeldungen dezentral in den örtlichen Verwaltungen vorgenommen.

„Es sind lediglich noch Änderungen zum Halter ohne Halter- und Kennzeichenwechsel nach Umzug in den Bereich des Amtes Lütjenburg möglich“, kommentierte der zuständige Amtsleiter Volker Schütte-Felsche stellvertretend für andere die Neuerung. Aus seiner Sicht war das eine „sinnvolle und bürgernahe Aufgabenübertragung auf das Amt, die den Bürgern Zeit und Geld erspart“ habe. Allein in seinem Amtsbereich hätten in den vergangenen drei Jahren im Schnitt 450 Personen das Angebot der Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen genutzt. Die Mehrarbeit für das Amt war geringfügig und erbrachte Einnahmen aus Gebühren, die die Kosten ausgeglichen haben.

Warum der am 14. April 2006 geschlossene Vertrag des Kreises mit den amtsfreien Gemeinden, Städten und Ämtern nicht verlängert werden kann, erklärt der Kreis so: „…stehen
einer Vertragsverlängerung jedoch die Vorschriften
des Landesverwaltungsgesetzes entgegen, die eine maximale Befristung auf zehn Jahre vorsehen.“ Die Landesregierung würde einer Verlängerung nicht zustimmen, so Landrätin Stephanie Ladwig, die darin einen Beleg sah, dass die Aufgabenübertragung richtig war.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 17:24 Uhr

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