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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 09:37 Uhr

Außenwirkung versus Eigeninteresse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgerbegehren scheinen en vogue zu sein – und Drohungen sind durchschaubar

Es wird langsam lächerlich – und ist traurig zugleich. Ich verstehe die Sorgen der Händler: Sollen wir wirklich die mit der LGS angelockten Besucher gleich im Anschluss mit geänderter Verkehrsführung und in der Hauptsaison mit Bauarbeiten in der Fußgängerzone strapazieren? Über richtige Zeitpunkte lässt sich bekanntlich immer streiten – in Eutin aber streitet man um Veränderung an sich. Doch was besonders der WVE-Vorstand bei allem Engagement oder Eigeninteresse bedenken sollte, bevor er künftig aktiv wird, ist das Signal nach außen. Wie wirkt es wohl im Umland Eutins, wenn die großen Händler aus der Innenstadt schreien, es gebe nicht genügend Parkplätze, „wir müssen etwas gegen die Dauerparker tun“? Einladend oder abschreckend? Das Verkehrschaos zur LGS ist nicht zu merken – vielleicht hatten die von Eutinern oft kritisierten externen Fachleute doch einmal Ahnung, wie es geht?!

Und wie wirkt es, wenn nach dem Hin und Her in einem Brief an die Stadt plötzlich, weil es Mode zu sein scheint, mit einem Bürgerbegehren in eigener Sache gewunken wird? Aus Eutiner Sicht lächerlich, denn es wirkt wie ein Schnellschuss. Nach außen signalisiert der Vorstand aber: „In Eutin ist schon wieder Chaos und Uneinigkeit.“

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erstellt am 02.Jul.2016 | 00:47 Uhr

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